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Im Verlies der Vergessenen:


Straßenkinder in Sierra Leone: weggesperrt, allein gelassen!

Jetzt das Magazin "Don Bosco Weltweit" über die Kinder im Pademba-Gefängnis downloaden! (PDF)

    Fotocredit: Fernando Moleres
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Br. Lothar Wagner SDB
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Br. Lothar Wagner SDB
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Br. Lothar Wagner SDB
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Br. Lothar Wagner SDB

    Wasser für die vergessenen Kinder von Sierra Leone

      (4. Mai 2014) Eingesperrt auf engstem Raum, ohne fließendes Wasser: die Haftbedingungen im Pademba-Gefängnis in Freetown/Sierra Leone sind menschenunwürdig. Jugend Eine Welt und Freunde finanzieren daher den Bau eines Trinkwasserbrunnens. Am 4. Mai erfolgt der erste Spatenstich im Beisein von Salesianerbruder Lothar Wagner, dem Projektpartner von Jugend Eine Welt vor Ort.

      Reinhard Heiserer, Vorsitzender, erläutert die Dringlichkeit des Projekts: „
      Vor wenigen Wochen besuchte ich unseren Projektpartner Lothar Wagner in Freetown/Sierra Leone. Ich sah mit eigenen Augen, wie dort über 1.300 Menschen, darunter viele Jungen, auf engstem Raum zusammengepfercht sind. Wir besprachen mit der Gefängnisleitung, wo ein Trinkwasserbrunnen gebohrt werden könnte, um mindestens die schlimmste Not zu lindern: Für die Gefangenen gibt es fast kein Wasser! Nur Enge und Dunkelheit.

      Die Besuche von Bruder Lothar und seinem Team sind für sie ein kleiner Lichtblick. Der gelbe Don Bosco Lastwagen, der Lebensmittel, Trinkwasser und Medikamente bringt, ist das einzige Zeichen der Hoffnung, das diese vergessenen Menschen erleben. Ich habe das gesehen und ich wusste sofort:
      Hier müssen wir helfen!“

      Der Hintergrund: In Sierra Leo
      ne fand zwischen 1991 und 2002 einer der grausamsten Bürgerkriege der jüngeren Weltgeschichte statt. Tausende Kinder erlebten grausamste Kriegsverbrechen oder wurden als Kindersoldaten sogar zu Mittätern. Heute sind diese jungen Menschen traumatisiert und leben in einem Land, in dem das Klima der Rechtlosigkeit und Gewalt weiterbesteht, da die Justiz völlig überfordert ist.

      Ein Streit mit anderen Jugendlichen, die Anschuldigung ein Handy gestohlen zu haben, kein Schmiergeld dabei - und fertig: So landen Kinder in Sierra Leone hinter Gittern. Zum Beispiel eben im Pademba-Gefängnis. Wie viele der Häftlinge unschuldig sind, weiß niemand. Berge von Akten liegen unbearbeitet in einem Büro. Wer nicht Verwandte hat, die Schmiergeld für eine Freilassung zusammen­bringen, gehört bald zu den „Vergessenen”, für die Pademba die Hölle ist.


      Der Salesianerbruder Lothar Wagner besucht das Gefängnis fast täglich,
      bemüht sich, zumindest ein bisschen Not zu lindern, bringt Trinkwasser und spricht mit den Jugendlichen. Zusätzlich erhalten die Jugendlichen regelmäßig Besuch von Don Bosco Sozialarbeitern, die sich um ihre medizinische Versorgung kümmern und sich bemühen, wieder Kontakt zu ihren Familien herzustellen. „Straßenkinder werden wegen Bagatelldelikten eingesperrt”, berichtet Bruder Lothar, „bei der Gerichtsverhandlung – wenn sie denn jemals stattfindet – stehen sie ohne Beistand da. Wenn das Urteil gesprochen ist, sitzen sie ohne Aussicht auf Veränderung im Gefängnis, manchmal weiß ihre Familie nicht einmal davon.”

      Jugend Eine Welt unterstützt Bruder Lothar bei seiner Arbeit in Freetown seit mehreren Jahren. Das Ziel ist, nicht nur die schlimmste Not zu lindern, sondern echte Zukunftsperspektiven für die ärmsten Jugendlichen von Sierra Leone zu schaffen. Straßenkinderprogramme bieten Alternativen zum Leben auf der Straße, das voller Gewalt ist. Kinder und Jugendliche werden wieder an den Schulbesuch herangeführt. So werden sie davor bewahrt, in die Kriminalität abzurutschen und letztlich zu den Vergessenen von Pademba zu gehören.

      Die Arbeit im Gefängnis selbst zielt auch darauf ab, den jugendlichen Häftlingen nach ihrer Entlassung eine Ausbildung und somit eine Chance zu geben, ein neues Leben zu beginnen.

      Bitte helfen Sie mit, damit Jugend Eine Welt den vergessenen Kindern von Freetown eine Zukunft schenken kann! Jeder Betrag hilft mit, damit die Haftbedingungen verbessert werden können. Neben den Kosten für den Brunnenbau (€ 36.000,-) muss auch die Betreuung der Jugendlichen finanziell gesichert werden. (Beispielkosten)

      • € 30,- kostet die wöchentliche Versorgung eines „Knastkindes“ mit Lebensmitteln
      • € 80,- reichen, um einen tuberkulosekranken jugendlichen Häftling gesund zu pflegen
      • € 130,- sind notwendig, um einen rechtlichen Beistand für einen mittellosen Minderjährigen zu bezahlen.

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