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Anpfiff der Straßenkinder-Fußball WM in Rio

    (31. März 2014) 4 zu 0 für Brasilien! Beim Eröffnungsspiel der diesjährigen Straßenkinder-Fußball-WM, das im Vorfeld der großen „COPA“  am 28. März in Rio stattfand, hatten die „Pequenos Nazarenos“ aus Fortaleza allen Grund zum Jubeln. Aber auch die gegnerische ägyptische Mannschaft bestand aus lauter kleinen Siegern – ebenso wie die brasilianische Mädchen-Mannschaft, die gegen Indonesien 0 zu 14 unterlag. Denn die Straßenkinder-WM bedeutet für die teilnehmenden 230 Kinder aus 19 Ländern viel mehr als ein Spiel: Sie haben das von Elend und Verzweiflung geprägte Leben auf der Straße hinter sich gelassen, wollen benachteiligten Kindern auf der ganzen Welt ein Beispiel geben und in den nächsten Tagen gemeinsam Forderungen an die internationale Gemeinschaft formulieren.

    Sogar Papst Franziskus persönlich sandte eine Friedensbotschaft an die Straßenkinder-Mannschaften, die vom Erzbischof von Rio, Kardinal Orani João Tempesta verlesen wurde. Eine Schweigeminute und dann tosender Applaus galten dem brasilianischem Jungspieler Rodrigo Kelton, dessen Portrait die siegreiche brasilianische Jungen-Mannschaft im Zentrum des Spielfeldes hochhielt: Er war am 13. Februar, an seinem 14. Geburtstag, von unbekannten Tätern durch vier Schüsse in den Rücken in seiner Heimatstadt Fortaleza ermordet worden. „Durchschnittlich fünf Straßenkinder werden täglich in Brasilien ermordet“, berichtete der Koordinator der größten brasilianischen Straßenkinder-Kampagne 'Criança não é de rua´ (Kinder gehören nicht auf die Straße), Manoel Torquato, dem Team von Jugend Eine Welt.

    Damit Kinder erst gar nicht auf der Straße landen, führen die Projektpartner von Jugend Eine Welt, die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern, in ganz Brasilien zahlreiche Hilfs- bzw. Präventivprojekte durch, darunter in verschiedenen WM-Standorten wie Rio und Recife.  „Wir hoffen, dass das riesige Problem der brasilianischen Straßenkinder im Zusammenhang mit der Fußball-WM mehr nationale und internationale Aufmerksamkeit erhält“, so Reinhard Heiserer, Vorsitzender von Jugend Eine Welt, „und wir schließen uns den Forderungen der brasilianischen Straßenkinderkampagne an: Viel mehr Streetworkers, die zu den Kindern auf die Straße gehen. Unterkünfte, wo Kinder, die nicht nach Hause können, weil sie zum Beispiel Angst vor Gewalt haben, Schutz und ein Zuhause finden und viel mehr Unterstützung für Familien, die unter dem Existenzminimum leben.“

    Unter dem Motto „Bildung überwindet Armut“ unterstützt Jugend Eine Welt Don Bosco Hilfsprojekte in aller Welt – Fußball wird dabei regelmäßig und sehr erfolgreich als pädagogisches Instrument eingesetzt.


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