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42 Südtiroler Schulen spenden für Katastrophenschutzzentrum auf den Philippinen

    (6. März 2014) Der Taifun Haiyan machte im November 2013 ganze Städte auf den Philippinen dem Erdboden gleich. Um den Überlebenden der Katastrophe zu helfen, startete Alfons Messner, Mitarbeiter einer Oberschule und Mitglied im Verein "soziales netzwerk südtirol" einen Aufruf an Südtiroler Schulen:
    Er lud die SchülerInnen ein, einen Euro - den Wert eines Pausenbrotes - zu spenden. Denn "ein Euro ist wenig und doch unwahrscheinlich viel, wenn alle einen geben." 42 Grund-, Mittel- und Oberschulen beteiligten sich an der Aktion, mit der ein Katastrophenschutzzentrum finanziert werden soll, das in ruhigen Zeiten als Schule für benachteiligte Mädchen genutzt wird.

    Die gesammelten 15.679 Euro konnten Anfang März der Hilfsorganisation Jugend Eine Welt übergeben werden. Ihr Vorsitzender Reinhard Heiserer bedankte sich herzlich bei allen an der Aktion Beteiligten für die tatkräftige Hilfe - auch im Namen der Don Bosco Projektpartnerinnen vor Ort, die das Projekt umsetzen werden: "Junge Menschen helfen jungen Menschen - das ist wirklich großartig.  Durch die Hilfe der Kinder aus Südtirol erfahren benachteiligte Mädchen auf den Philippinen ganz konkret, dass sie nicht vergessen sind. Eine tolle Aktion, der wir noch viele Nachahmer wünschen!"

    Schule und Katastrophenschutzzentrum zugleich

    Als der Wirbelsturm im November 2013 über Minglanilla auf der Insel Cebu fegte, suchten 850 Familien in den begrenzten Räumlichkeiten der Don Bosco Schwestern Schutz, denen die Menschen vor Ort seit vielen Jahren vertrauen und die Projektpartnerinnen von Jugend Eine Welt sind. Nun soll ein Katastrophenschutzzentrum errichtet werden, das in künftigen Notsituationen bis zu 2.000 Menschen sicheren Schutz bietet. In ruhigen Zeiten soll das Zentrum als Schulgebäude für benachteiligte Mädchen genutzt werden. Leider sind ungebildete Mädchen aus armen Familien auf der Insel Cebu in großer Gefahr, in die Prostitution gezwungen zu werden. Insbesondere Cebu City gilt als Zentrum für Menschenhandel und Kinderprostitution. Im neuen Schul- bzw. Katastrophenschutzzentrum der Don Bosco Schwestern werden mittellose Mädchen eine Schul- und Berufsausbildung erhalten, die sie vor Prostitution und Ausbeutung bewahrt.

    Soziales netzwerk südtirol:

    Ziel des Vereins "soziales netzwerk südtirol" ist es, unter allen Schulen Südtirols und über die Grenzen hinaus ein Netz der Solidarität aufzubauen, um gemeinsam Hilfsprojekte in Entwicklungsländern und Katastrophengebieten zu unterstützen und zur Bekämpfung des Analphabetismus in der Welt beizutragen, beispielsweise durch finanzielle Unterstützung von Schulpatenschaften oder die Finanzierung von Schulen. Weitere Informationen unter www.sonetz.it


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