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Erzbischof Charles Maung Bo SDB aus der Diözese Yangong in Myanmar

Die wichtige Rolle der Kirche in Myanmar

     

    (12. Juni 22014) Erzbischof Charles Maung Bo SDB aus der Diözese Yangong in Myanmar berichtete über die Situation im südostasiatischen Land. Der Salesianer Don Boscos verwies darauf, dass Myanmar heute ein offenes Land ist und der Demokratisierungsprozess Fortschritte macht. Trotz dieser Fortschritte gibt es jedoch weiterhin zahlreiche Probleme auf diesem Weg.

    Neues Gesetz gefährdet Religionsfreiheit

    Aus Sicht des 65-jährigen Erzbischofes treibt der ehemalige General und heutige Staatspräsident und Regierungschef General Thein Sin (69) die Reformen nur sehr vorsichtig voran. Besonders das geplante Gesetz zum „Schutz von Rasse und Religion“ sieht der Salesianerbischof als Einschränkung der Religionsfreiheit an. Unter dem Druck einer kleinen Gruppe buddhistischer Mönche und der Organisation „969“ wurde dieses Gesetz mit einer Petition, die 1,3 Millionen Menschen unterzeichneten, auf den Weg gebracht. Das Gesetz würde buddhistische Frauen bei einer Heirat mit einem Nichtbuddhisten dazu zwingen die Erlaubnis der Behörden und ihrer Eltern einzuholen. Zusätzlich müsste der Mann vor der Hochzeit zum Buddhismus übertreten.

    Das Gesetz richtet sich vor allem gegen die muslimische Minderheit, die rund vier Prozent der Bevölkerung ausmacht. Ihnen wurde von buddhistischen Kreisen vorgeworfen, Myanmar „islamisieren“ zu wollen und in Verbindung mit Fundamentalismus und Terrorismus zu stehen. Zu befürchten ist, dass das Gesetz beim bereits gestarteten und bis zum 20. Juni 2014 laufenden Referendum angenommen wird.

    Wichtige gesellschaftliche Rolle der Kirche

    Die Rolle der katholischen Kirche in Myanmar sieht Erzbischof Bo insbesondere in ihrem Beitrag zur weiteren Demokratisierung und dem Allgemeinwohl. Bildung spielt dabei eine wichtige Rolle. Um diese Aufgabe bewältigen zu können, sind die Don Bosco ProjektpatnerInnen auf die Unterstützung aus Österreich angewiesen. Jugend Eine Welt unterstützt Erzbischof Bo, die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern bei ihrem Einsatz für Kinder und Jugendliche in Myanmar auf vielfältige Weise. So etwa durch rasche Nothilfe nach dem verheerenden Tropensturm Nagris im Jahr 2008 oder durch den Ankauf eines Fahrzeuges .

    Don Bosco in Myanmar

    Seit 1994 sind die Don Bosco Schwestern in Myanmar tätig. Mittlerweile gibt es vier Gemeinschaften mit insgesamt 19 Don Bosco Schwestern, die zur Provinz Kambodscha-Myanmar gehören. Sie sind vor allem im Zentrum von Myanmar tätig und betreiben dort Jugendzentren, Freizeiteinrichtungen, Kindergärten, Grundschulen und Förderzentren. Ein weiteres Zentrum der Don Bosco Schwestern befindet sich im Süden von Myanmar. Dort betreiben sie ein Studentenheim für benachteiligte junge Frauen und bieten zusätzlich noch Englischkurse an. Für die zahlreichen Binnenflüchtlinge, die um ihr Land gebracht worden sind, betreiben die Don Bosco Schwestern ein Flüchtlingsheim.

    Die Salesianer Don Boscos sind seit 1939 in Myanmar. Nach einer Krise 1966/67 in der alle ausländischen Missionare des Landes verwiesen wurden, konnte Mitte der 70er Jahre die Arbeit wieder aufgenommen werden. Heute arbeiten im ganzen Land etwa 70 Salesianer in Pfarren, Jugendeinrichtungen und Ausbildungsstätten. Die Salesianer Don Bosco betreiben in Myanmar insgesamt sieben Internate für Buben aus ländlichen Gebieten, die sonst keinen Zugang zu Bildungseinrichtungen hätten. In der WA-Region (ein autonomer, aber nicht anerkannter Staat in Myanmar) ermöglichen die Salesianer Don Bosco in drei Volksschulen vielen Kindern den Schulbesuch. In den Berufsausbildungsstätten haben Jugendlichen die Chance eine Lehre zum/zur TischlerIn oder NäherIn zu machen. Zusätzlich werden noch Workshops zu verschiedenen Themen rund um die Jobsuche angeboten. Aufgrund der schlechten öffentlichen Gesundheitsversorgung arbeiten die Salesianer Don Bosco auch in diesem Sektor. Jährlich übernehmen sie die Versorgung mit Nahrungsmittel und Medizin von insgesamt 80 schwerkranken Kindern. Außerdem unterstützen sie Familien bei der Ausstattung ihrer Hausapotheke oder in Krankheitsfällen.

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    Quelle: Katholischen Presseagentur Österreich

     


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