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Neue Hoffnung für Cremisan

    (13. Februar 2014) Ende Jänner hat Israels Oberster Gerichtshof den geplanten Ausbau der Trennmauer im Cremisan-Tal vorerst gestoppt - am 30. Juli soll weiter verhandelt werden. Die Mauer, deren Bau bereits im Jahr 2004 durch den Internationalen Gerichtshof in Den Haag für völkerrechtswidrig erklärt wurde, trennt schon jetzt Betlehem und weitere Gebiete im Westjordanland von Jerusalem. Der drohende Bau eines zusätzlichen 1.500 Meter langen Mauerabschnitts durch das Tal von Cremisan würde eine der letzten landwirtschaftlichen Regionen rund um Betlehem zerstören, in der seit Jahrhunderten Oliven, Obstbäume und Wein angepflanzt werden. 58 großteils christliche Familien sowie zwei Einrichtungen der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern wären davon massiv betroffen.

    Reinhard Heiserer, Vorsitzender der Hilfsorganisation Jugend Eine Welt, nimmt derzeit an der Wallfahrt der Diözese Innsbruck ins Heilige Land teil und konnte sich in persönlichen Gesprächen mit Salesianern über die aktuelle Situation informieren. Er steht mit den Don Bosco Gemeinschaften in Cremisan seit Jahren in enger Verbindung und schöpft nun mit ihnen neue Hoffnung: „Die Don Bosco Gemeinschaften in Cremisan leisten wertvolle Friedensarbeit, die auch von israelischer Seite gesehen und unterstützt werden sollte.“

    Konvent und Schulgelände der Don Bosco Schwestern

    Die von den Don Bosco Schwestern betreuten Einrichtungen – ein Kindergarten, eine Grundschule, eine Berufsschule sowie eine Förderschule für SchulabbrecherInnen - werden derzeit von ca. 400 Kindern aus christlichen und muslimischen Familien besucht. Auch Nachmittagsaktivitäten und Sommercamps werden angeboten. „Es wird der Tag kommen, an dem es keine Grenzen mehr geben und der einzige Ausweis das Herz sein wird“, heißt es auf dem Mosaik neben dem Eingangstor des Konvents optimistisch. Damit diese Vision wahr wird, führen die Schwestern regelmäßig Aktionen zum Thema Frieden durch. Sollte die Mauer doch wie geplant gebaut werden, wäre das Gelände an drei Seiten von einer bis zu acht Meter hohen Betonmauer umgeben und die Kinder müssten täglich einen Checkpoint passieren, um zur Schule zu kommen. Die Angst ist groß, dass viele Eltern ihre Kinder dann nicht mehr in die Don Bosco Einrichtungen schicken würden.

    Das Cremisan-Weingut und das Don Bosco Berufsbildungszentrum in Betlehem

    In unmittelbarer Nähe des Schulgeländes liegt das Cremisan-Weingut der Salesianer Don Boscos. Schon zu biblischen Zeiten galten die Weine aus der Region um Betlehem als besonders wohlschmeckend. Heute werden hier jährlich mehr als 200.000 Flaschen Wein hergestellt – nahezu alle aus rein regionalen, uralten, unveränderten Reben. Mit dem Erlös finanzieren die Salesianer ein Berufsbildungszentrum für Schüler aus armen Familien in Betlehem. Die Jugendlichen werden dort zum Radio- oder TV-Elektroniker, Mechaniker, Elektriker, Schreiner oder Keramiker ausgebildet. Zudem werden Weiterbildungskurse für Schulabbrecher angeboten.

     

    Die Weine aus Cremisan sind über Jugend Eine Welt auch in Österreich erhältlich. „Die Don Bosco-Gemeinschaften im Heiligen Land brauchen in dieser schwierigen Phase unsere volle Unterstützung“, ist Reinhard Heiserer überzeugt, „Wir hoffen auch, dass die Reise von Papst Franziskus ins Heilige Land im kommenden Mai die israelischen Behörden darin bestärkt, die Friedensarbeit christlichen Gemeinschaften zu fördern und nicht zu behindern.“

    TIPP:  Star of Betlehem / weiß

    Würzig aromatischer Weißwein aus dem Don Bosco Weingut im Heiligen Land. Mit dem Kauf dieses Weines unterstützen Sie Hilfsprojekte für benachteiligte Kinder und Jugendliche.
    Nähere Infos und Bestellung (z.B.  € 12,90/Flasche im 6er-Karton inkl. Mwst., exkl. Versand- und Verpackungskosten ):  www.cremisan.at, Tel.: 01/879 07 07, shop@jugendeinewelt.at


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