Spendenbutton

Pressemappe zum downloaden


Gesamtüberblick (November 2014): Universidad Politécnica Salesiana


La UPS en Cifras 2014


So geht Bildungsfinanzierung!

    3, 7/8 %  Don Bosco Anleihe voller Erfolg

    (4. Dezember 2014) „Wir bauen eine Uni für sozial Benachteiligte mithilfe eines ethischen Anlagemodells“, berichtet Reinhard Heiserer, Vorsitzender von Jugend Eine Welt, und zeigt, wie erfolgreich Social Impact Investment sein kann. Seit mehr als 10 Jahren ist Heiserer mit sozial nachhaltigem Investment befasst. Was anfangs aufgrund der strengen Regularien und Sicherheitsvorschriften am österreichischen Kapitalmarkt unmöglich schien, wurde Realität.


    Die 2015 auslaufende 3,7/8% Anleihe der Don Bosco Finance GmbH entpuppte sich als attraktives Investment für institutionelle Anleger. Mit einer Stückelung zu 100.000 Euro wurden im Jahr 2012 insgesamt 6,3 Mio. Euro gezeichnet. Mit diesem Betrag wurden drei Standorte der Universität der Salesianer Don Boscos in Ecuador  in Quito, Cuenca und Guayaquil ausgebaut. Als Privatuniversität hebt die Universidad Politécnica Salesiana (UPS) Studiengebühren ein. Trotzdem ist sie eine Bildungseinrichtung für die, die weniger haben. Ein großzügiges Sozialprogramm erleichtert die Situation ärmerer Familien. So gibt es beispielsweise Stipendien, Sozialkredite und geförderte Unterkünfte. Außerdem werden Abendkurse für berufstätige Studierende angeboten. Wie erfolgreich das Programm angenommen wird, belegt die Steigerung der Inskribenten von 15.897 im Studienjahr 2009/2010 um mehr als 39% auf 22.113 im Zeitraum 2013/2014.

    Einzigartig

    Die Don Bosco Anleihe von Jugend Eine Welt ist einzigartig am österreichischen Kapitalmarkt. Ein erfolgreiches Beispiel für Entwicklungszusammenarbeit, das in ein standardisiertes Finanzprodukt übersetzt wurde. Ein Best-Practice-Beispiel für Social Impact Investment. Der Investor weiß genau, „wo“ das veranlagte Kapital arbeitet. Die Don Bosco Finance GmbH ist übriges eine 100% Tochter des Vereins Jugend Eine Welt (www.jugendeinewelt.at) und wurde gegründet, um die erste Ecuador Anleihe zu begeben.

    Gegenwind der Finanz-Regulatoren

    Einem neuerlichen sozialen Finanz-Engagement von Jugend Eine Welt bläst kalter Gegenwind der Finanzmarktaufsicht ins Gesicht, berichtet Heiserer: „Eigentlich wollten wir die Nachfolgeanleihe dieser Tage vorstellen. Ich war zur Vorbereitung und Abklärung aller relevanten Themen im September in Ecuador. Mittlerweile hat sich die Situation für die Banken seit Begebung der erfolgreichen Anleihe neuerlich verschärft, sodass die bisher an Zusammenarbeit interessierten Banken die Umsetzung noch prüfen. Es scheint schwieriger als gedacht.“ Heiserer baut auf weitere Gespräche und hofft, die zweite Anleihe demnächst als Privatplatzierung umsetzen zu können.
    Die juristischen Vorgaben beschreibt Heiserer als kaum erfüllbar: „Eine Bank, die eine Privatplatzierung begleitet und abwickelt, muss über jede die Bonität beeinflussende Aktivität des Emittenten immer und unmittelbar Bescheid wissen und muss darüber berichten. Das ist aber in der Praxis oft nicht einmal für österreichische Unternehmen möglich, wie beim plötzlich auftretenden Problem der Alpine-Anleihe deutlich wurde. Wie soll dies dann bei einer Universität, die von einem katholischen Orden in Südamerika geführt wird, machbar sein? Wiewohl die Salesianer in Ecuador über eine ausgezeichnete Bonität verfügen und unsere Anleihe ein voller Erfolg ist“, betont Heiserer.
    Darüber hinaus scheint es auch irrelevant zu sein, ob die Bank, bzw. der Emittent prospektpflichtig sei oder nicht. Die Informationspflicht gelte trotzdem. Klagte im Konkursfall ein Geschädigter, bekäme er der Bank gegenüber Recht. Somit müssten die Banken für dieses Szenario eigens Rücklagen bilden. Denn jedes erkennbare Risiko nimmt Banken automatisch in die Vorsorgepflicht. Diese „Vorlage“ erscheint vielen Banken zu steil.

    Hoffnung Stiftungsrecht

    Große Hoffnung setzt Heiserer in eine Novellierung der gemeinnützigen Stiftungsregelung: „Hier erwarte ich, dass sich neue Möglichkeiten eröffnen und neue potentielle Anleger angesprochen werden. Sei es, dass eine Stiftung als Garantiegeber auftritt oder auch in absehbarer Zeit vermehrt bereit ist, als (Risiko-) Darlehensgeber für Entwicklungsprogramme wie dieses zu fungieren. Vielleicht hilft uns die öffentliche Präsenz, um durch Dritte neue Möglichkeiten zu erfahren. Jedenfalls möchte ich die derzeitigen juristischen Vorgaben, die uns ethisches Investment im Ausland so gut wie unmöglich machen, nicht tatenlos hinnehmen.”

    Geplant für die neue Anleihe sind:

    • 5 Mio.  US $ in 2 Tranchen (2 Mio. heuer, 3 Mio. im Frühjahr 2015)
    • ca. 1,5 -2% Verzinsung p.a., bei 5 Jahren Laufzeit.

    Verwendungszweck:

    Bau und tlw. Ausstattung eines neuen, zusätzlichen Universitätsgebäudes mit Klassenräumen und Werkstätten auf dem bestehenden Uni-Campus in Quito Süd. Link: http://www.ups.edu.ec/.

    Rückfragehinweis:

    Dr. Helmut Berg, BERGmedia,

    iberg@bergmedia.at

    Mobil: +43 680 31 33 693

    Mag. Angelika Gerstacker, Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, Jugend Eine Welt

    Angelika.Gerstacker@jugendeinewelt.at

    Mobil: +43 664 6217039

    Pressemappe zum downloaden

      Pressemappe


      drucken  DRUCKEN     versenden  SEITE ALS MAIL VERSENDEN     spenden  JETZT SPENDEN