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Indien: Kinderarbeit in Haushalten


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    Indische Mädchen, die aus missbräuchlicher Hausarbeit befreit wurden
Indische Kinder, die in der Ziegelindustrie arbeiten, treten für ihre Rechte ein
    Indische Mädchen, die aus missbräuchlicher Hausarbeit befreit wurden
Indische Kinder, die in der Ziegelindustrie arbeiten, treten für ihre Rechte ein

    Jugend Eine Welt zum Internationalen Tag für die Abschaffung der Sklaverei: Millionen KindersklavInnen warten auf ihre Befreiung

      (1. Dezember 2014) Anlässlich des Internationalen Tags für die Abschaffung der Sklaverei am 2. Dezember erinnert die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt an Millionen KindersklavInnen, deren Kindheit durch brutale Arbeitsausbeutung zerstört wird. „Die diesjährige Verleihung des Friedensnobelpreises an den indischen Kinderrechtsaktivisten Kailash Satyarthi, der selbst zahlreiche KindersklavInnen befreit hat, sollte weltweit als Auftrag verstanden werden, Kinder aus missbräuchlichen Arbeitsverhältnissen herauszuholen und sie mit allen Mitteln davor zu beschützen“, so Reinhard Heiserer, Vorsitzender von Jugend Eine Welt.

      Laut aktuellem Sklaverei-Index der Walk Free Foundation leben derzeit 35,8 Millionen Menschen in einer Form von moderner Sklaverei, darunter Millionen Minderjährige. Schon ganz kleine Kinder werden von ihren Eltern verkauft, müssen Hausarbeit für begüterte Familien leisten, Teppiche knüpfen oder in Steinbrüchen, Fabriken, Minen und Plantagen schuften. Viele Mädchen werden in jungem Alter zwangsverheiratet – eine Praxis, die in kriegerischen Konflikten noch zunimmt, wenn Mädchen entführt und als Kriegsbeute verschachert werden. Zudem werden Kinder und Jugendliche immer häufiger Opfer von Menschenhandel und kommerzieller sexueller Ausbeutung.

      Aufklärung wichtig

      „Das Problem der Kindersklaverei wird von der Gesellschaft häufig zu wenig wahrgenommen“, erklärt Heiserer. Viele Eltern würden in gutem Glauben handeln, wenn sie ihre Kinder in die Obhut von MenschenhändlerInnen geben, die ihnen das Blaue vom Himmel versprechen, z.B. dass die Kinder bei ihnen eine gute Ausbildung erhalten. Darum führen viele Don Bosco Einrichtungen Aufklärungskampagnen durch, um ganze Gemeinschaften für das Problem sensibilisieren.

      Indische Hausmädchen: 15 Stunden Arbeit, körperliche Züchtigungen

      Im von Jugend Eine Welt unterstützten Projekt „Navajeevan“ der Salesianer Don Boscos in der indischen Großstadt Vijayawada werden Haushalte, die Kinder als ArbeitssklavInnen halten, seit 2007 ausgeforscht. Seither konnten mehr als 100 Kinder aus Haushalten befreit und zu ihren Familien zurückgeführt bzw. bei Don Bosco gut untergebracht werden.

      Laut statistischen Aufzeichnungen, die im Rahmen des Projekts erfasst wurden

      • sind drei Viertel der Kinder, die in den Haushalten arbeiten, zwischen 12 und 16 Jahre alt,
      • sind 92% dieser Kinder Mädchen, die aus armen Familien kommen und zur Arbeit gezwungen werden,
      • arbeiten die Kinder oft mehr als 15 Stunden pro Tag ohne Pause und erhalten so gut wie keine Bezahlung,
      • werden 68% der Kinder Opfer körperlicher Züchtigungen,
      • werden 32,2% von ihren “Vorgesetzten” sexuell belästigt,
      • haben 50% der Kinder nie Urlaub,
      • sehen 37% ihre Familie nie.

      Bitte helfen Sie uns helfen!

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