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Birgit Zuckriegl (37) bei ihrem Auslandseinsatz in Ecuador

„Auslandseinsätze fördern Frieden und Gerechtigkeit in der Welt“

    Tag des Ehrenamtes: Jugend Eine Welt fordert mehr Unterstützung von der Politik / Niederösterreicherin auf Einsatz in Ecuador

    (3. Dezember 2014) Immer mehr Menschen engagieren sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich. In Österreich sind es 3,3 Millionen, die eine freiwillige Tätigkeit ausüben – zunehmend auch im Ausland. „Freiwilligenarbeit im Ausland sollte von der Politik mehr wertgeschätzt und unterstützt werden“, verlangt Reinhard Heiserer, Vorsitzender der Hilfsorganisation Jugend Eine Welt, anlässlich des Tages des Ehrenamtes am 5. Dezember. Der Eigenmittelanteil, den Freiwillige aufbringen müssen, sei derzeit viel zu hoch und benachteilige einkommensschwache Menschen. Auch die Rahmenbedingungen müssten verbessert werden - vor allem bei Beratung, Vorbereitung und Versicherungen. Heiserer: „Auslandseinsätze sind eine gute Investition in die Zukunft, denn sie fördern Frieden und Gerechtigkeit in der Welt. Die Rückkehrenden bringen zudem wertvolle Erfahrungen in die österreichische Gesellschaft ein und engagieren sich häufig im sozialen Bereich.“

    Eine, die auszog, um in der Ferne freiwillige Arbeit zu leisten, ist Birgit Zuckriegl (37) aus Unterretzbach (NÖ). Die Pädagogin wuchs im Weinviertel nahe der Grenze zum ehemaligen „Eisernen Vorhang“ auf.  „Ich habe mich als Kind immer gefragt, wieso Menschen in einem Land eingesperrt sein können.“ Grenzen überwinden und andere Länder und Kulturen kennen lernen – das wollte Zuckriegl schon lange. Mit Unterstützung von Eine Welt Arbeit, einer Teilorganisation von Jugend Eine Welt, die weltweite Freiwilligeneinsätze für Erwachsene organisiert, bekam sie die Möglichkeit, diesen lang gehegten Traum zu verwirklichen. Im Juni 2014 begann sie ihre Tätigkeit in zwei Projekten des Salesianer-Ordens in Ecuador. Dort bereitete sie Essen zu, verteilte es an ehemalige Straßenkinder und half Buben und Mädchen aus armen Familien bei den Hausaufgaben. Ende Dezember endet ihr sechsmonatiger Einsatz. „Ich bin Eine Welt Arbeit sehr dankbar und froh, diesen Schritt gewagt zu haben. Die Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke haben mich bereichert“, sagt Birgit Zuckriegl. „Ich habe viel für mich und über mich gelernt.“

    Zwei Drittel der 3,3 Millionen Ehrenamtlichen stehen laut einer vom Sozialministerium in Auftrag gegebenen IFES-Studie noch im Berufsleben, sie engagieren sich durchschnittlich vier Stunden pro Woche. Insgesamt erspart sich der Staat durch die Tätigkeit der Freiwilligen rund 6,6 Milliarden Euro. „Freiwillige Einsätze sind Zeitspenden, die nicht hoch genug eingeschätzt werden können“, sagt Reinhard Heiserer von Jugend Eine Welt.

    Eine Welt Arbeit

    Eine Welt Arbeit ist ein Zweigverein von Jugend Eine Welt und wurde im März 2013 gegründet. Aufgabe des Vereins ist die professionelle Organisation und Abwicklung von Freiwilligeneinsätzen für Erwachsene mit Berufserfahrung (www.eineweltarbeit.at).

    VOLONTARIAT bewegt

    Der Verein VOLONTARIAT bewegt ist eine Initiative von Jugend Eine Welt und den Salesianern Don Boscos. Er ermöglicht Freiwilligen und Zivilersatzdienern einen ehrenamtlichen Einsatz in Hilfsprojekten für benachteiligte Kinder in Afrika, Asien oder Lateinamerika (www.volontariat.at).


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