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Kürzungen bei Entwicklungszusammenarbeit schockierend

    (29. April 2014) „Das Regierungsprogramm und die positiven Signale durch Außenminister Kurz haben uns in den letzten Monaten Hoffnung gegeben, dass es endlich zu einer Trendumkehr bei  der Entwicklungszusammenarbeit kommt. Umso schockierender ist die heutige Ankündigung von Finanzminister Spindelegger - Vertreter einer christlich-sozialen Partei! -, das Budget für bilaterale Entwicklungshilfe um ein Viertel zu kürzen“, zeigt sich Reinhard Heiserer, Vorsitzender der Hilfsorganisation Jugend Eine Welt entsetzt.

    „Die Entwicklungszusammenarbeit ist seit Jahren ein Stiefkind der österreichischen Außenpolitik, mittlerweile kann man von Kindesweglegung sprechen! Es kann nicht sein, dass aufgrund des österreichischen Banken-Desasters auf Kosten der Allerärmsten gespart wird. Noch dazu hat das Europäische Parlament 2015 zum „Europäischen Jahr der Entwicklungszusammenarbeit" erklärt - es wirkt schon fast zynisch, wenn Österreich sein ohnehin beschämend geringes EZA-Budget gleichzeitig auf einen Tiefststand kürzt. Internationale Solidarität sieht anders aus!"

    Auch Cornelia Pernsteiner, Geschäftsführerin des von Jugend Eine Welt und den Salesianern Don Boscos getragenen Vereins VOLONTARIAT bewegt, der jährlich mehr als 70 Jugendlichen einen einjährigen Auslandseinsatz ermöglicht, hält die angekündigten Kürzungen für unverantwortlich: „Laut Regierungsprogramm sollte die entwicklungspolitische Bildungsarbeit aufgewertet werden. Vor dem Hintergrund der nun angekündigten Kürzungen ist für die nächsten Jahre keine verlässliche Planung mehr möglich. Dabei wäre es gerade in Zeiten zunehmender Globalisierung besonders wichtig, dass junge Menschen ins Ausland gehen und  lernen, über den nationalen Tellerrand zu schauen."

    „Wir bitten die Bundesregierung dringend, die angekündigten Kürzungen zu überdenken und zu ihrem im Regierungsprogramm gegebenen Wort zu stehen, das heißt: 20 Millionen für den Auslandskatastrophenfonds, ein Stufenplan zur Erhöhung des EZA-Budgets sowie eine Aufwertung der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit, ", so Reinhard Heiserer. 


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