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    Die Pädagogik Don Boscos

       

      „Kinder sind wie Edelsteine, die auf der Straße liegen. Sie müssen nur aufgehoben werden, und schon leuchten sie.“

      Das ist eines der bekanntesten Zitate von Don Bosco. Und es trifft genau den Kern seiner Arbeit mit und für junge Menschen. Dabei war ihm eine ganzheitliche Erziehung wichtig – jungen Menschen helfen, damit sie ihre persönliche, soziale und religiöse Identität finden. Don Bosco verstand sich als Erzieher und Seelsorger zugleich.

      „Don Bosco war immer der Erste beim Spiel, die Seele der Freizeit“, erzählten Zeitgenossen, wenn sie den fußballspielenden, zaubernden, auf dem Seil tanzenden Priester und seine Schützlinge in den anfangs unterschiedlichen Unterkünften in Turin in den 1850er-Jahren besuchten. Platz und Zeit für das Spiel haben, galt und gilt als einer der Eckpfeiler in seinen Erziehungseinrichtungen, die er selbst als „Oratorium“ bezeichnete. Ein offenes Haus, das Jugendliche aufnimmt. Ihnen Raum für die Findung zu ihrem Glauben ebenso wie Platz für eine Schule, die auf das Leben vorbereitet, bietet. Und das einen Spielhof hat, in dem sich „alle freundschaftlich und froh begegnen.“

      Diese „oratorischen Prinzipien“ gelten bis heute in allen Häusern der Salesianer Don Boscos, in denen versucht wird, Kinder von der Straße zu holen.

      Mit diesen Regeln alleine ist die Pädagogik Don Boscos, speziell im Kontext mit den im 19. Jahrhundert herrschenden Umständen, nicht erklärt. Von größtem Wert war Don Bosco die Qualität der Beziehung zwischen Jugendlichem und seinem Lehrer. Auf Kinder zugehen, ihnen zuhören, ihr Vertrauen gewinnen – das ist die Stärke Don Boscos.

      Er selbst hat dafür den Ausdruck „Assistenz“ geprägt. Er sieht den Erzieher dabei als Assistenten, der dem jungen Menschen interessiert, aufmerksam, ermutigend, unterstützend, fördernd und auch fordernd zur Seite steht. Gegenseitiges Vertrauen und ehrliches Interesse prägen also die Beziehung zwischen Erzieher und Jugendlichem.

      In seiner „Abhandlung über das Präventivsystem“ brach Don Bosco sein Verständnis auf drei wesentliche Punkte herunter: „Dieses System stützt sich ganz auf die Vernunft, die Religion und die Liebe.“ Diese Punkte bilden bis in die Gegenwart die tragenden Säulen der Pädagogik im Sinne Don Boscos.

      Liebe und Zuneigung, Spiel und Spaß sowie eine gute Ausbildung liefern die Grundsteine für eine positive Zukunft von jungen Menschen – egal, auf welchem Kontinent sie leben.

       


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