
Im September 2000 trafen sich die die Staats- und Regierungschefs dieser Welt im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York um die „United Nations Millennium Declaration” feierlich anzunehmen. Damit verpflichten sich die UN-Mitgliedsstaaten eine neue globale Partnerschaft einzugehen um extreme Armut zu bekämpfen. Bis 2015 sollten die acht Millennium Development Goals (MDG) erreicht werden:
MDG 1: Halbierung des Anteils der Weltbevölkerung, der unter extremer Armut und Hunger leidet.
MDG 2: Allen Kindern soll eine Grundschulausbildung ermöglich werden.
MDG 3: Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung der Rechte der Frauen.
MDG 4: Verringerung der Kindersterblichkeit.
MDG 5: Verbesserung der Gesundheit von Müttern.
MDG 6: Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und andere übertragbare Krankheiten.
MDG 7: Verbesserung des Schutzes der Umwelt.
MDG 8: Ausbau einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft.
Die Millennium Development Ziele sind erreichbar. Doch nur, wenn sich die Regierungen weiterhin dafür einsetzten und Gelder für die Entwicklungszusammenarbeit nicht gekürzt werden. So leben immer noch 1,4 Milliarden Menschen in extremer Armut – das sind 20 Prozent der Weltbevölkerung. Auch erhalten viele Kinder heute noch keine Ausbildung. So sind 72 Millionen Kinder vom Recht auf Bildung ausgeschlossen und haben nie eine Schule besucht. Die Wirtschaftskrise darf daher nicht als Ausrede dienen, um Gelder für die Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele zu streichen.
Jugend Eine Welt und die Millennium Development Goals
Jugend Eine Welt setzt sich für die Erreichung und Bekanntmachung der Millennium Development Goals ein. Mit den Kampagnen „Österreich schießt Millenniumgoals“ 2005 und „8:0 für Eine Welt“ im Jahr 2007 schuf Jugend Eine Welt ein Bewusstsein für die Millenniums-Entwicklungsziele. Durch öffentlichen Druck, eigenes Engagement und durch die Unterstützung von Aktionen werden Menschen dazu gewonnen aktiv zum Erreichen der Ziele beizutragen.