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Argentinien: Förderung indigener Kleinbauernfamilien in Patagonien

In Zentralargentinien, zwischen der Atlantikküste und den Anden, liegt die Meseta Chubut. Die weite, dürre Steppe hier wird nur selten von kleinen Siedlungen von Schaf- und Ziegenbauern unterbrochen.

Überleben fernab großer Städte
Das Leben in Chubut, fernab von Städten, Elektrizität oder Straßen, ist hart: Die hier sesshafte Bevölkerung, Angehörige der indigenen Volksgruppe der Mapuche, ist vom geringen Ertrag von Fleisch, Ziegenhaar und Schafswolle abhängig. Es gibt kaum Weidegebiete für die Tiere, viele kommen bei den frostigen Temperaturen im Winter ums Leben. Damit ist auch das Überleben der Kleinbauern bedroht. Diese müssen in ärmlichen Verhältnissen wohnen, die meisten Kinder haben keinen Schulabschluss.

Ein Österreicher bei den Mapuche-Indianern
Diese indigenen Bauernfamilien werden von einem Österreicher unterstützt, der seit 46 Jahren in Argentinien als Missionar tätig ist: Salesianerpater Josef Kindslehner, von den Leuten kurz „Padre Pepe“ genannt. In seiner langjährigen praktischen Arbeit entwickelte er ein Programm, das den Mapuche-Indianern schrittweise dazu verhilft, ihre Lebens- und Produktionsbedingungen langfristig selbst zu verbessern.
Ein wichtiges Element in diesem Programm ist die Tierzucht. Familien werden beim Stallbau unterstützt, damit Tiere im Winter geschützt sind, die Jungen mit großer Wahrscheinlichkeit überleben können und eine zusätzliche Schur möglich ist.

Hilfe zur Selbsthilfe
Das von P. Josef Kindslehner initiierte Projekt verbessert die Lebensbedingungen der Kleinbauern in der Provinz Chubut nachhaltig. Das Programm des Projektes gliedert sich in fünf Etappen, die der Reihe nach durchgeführt werden.
Eine Pilotfamilie wurde ausgesucht, die als Vorzeigeprojekt alle Schritte bereits realisiert hat.
In einem ersten Projektschritt wurde die Bevölkerung in Gruppen organisiert und die nötigen Etappen für as Projekt besprochen. Die Menschen in Patagonien leben sehr vereinzelt und sind es nicht gewohnt, miteinander etwas anzupacken. Insgesamt sind mehr als 120 Familien in den Prozess integriert.
Bis zum Frühjahr 2008 wurden für gut die Hälfte der Familien Ställe für die Tiere errichtet, damit diese den Winter überleben können. Die noch fehlenden Ställe werden zu Jahreswechsel 2008/2009 in Gemeinschaftsarbeit errichtet. Danach müssen die Bauern mit Hilfe der Gewinne aus der höheren Produktion von Wolle und Fleisch am Bau von weiteren Ställen für alle Familien beitragen.
Die nächsten Schritte sind die vereinzelte Errichtung von Weidezäunen und das Anlegen von Gemüsegärten und Pflanzung von Bäumen und Sträuchern für Brennholz. Das Abgrenzen der Weidegebiete ist ein Schritt gegen die Erosion und Verkarstung des Bodens und schafft Möglichkeit zu Gartenbau und somit zu ausgewogener Ernährung der Familien.

Wirksame Maßnahmen gegen die Landflucht
Akzente soll das Projekt auch für die Beschäftigung am Land setzen – die Qualifizierung der Teilnehmer/innen am Projekt, insbesondere der Jugendlichen, stärkt die eigenen technischen und humanen Ressourcen der Dörfer und ist ein Schritt gegen die Abwanderung in die Städte.

 

Unterstützen Sie die Kleinbauern um die Beschäftigung am Land zu fördern.

 

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