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Nepalhilfe

      Jahrestag Nepal-Erdbeben: Wiederaufbau mit Hürden

        Erst zum Jahrestag des Erdbebens ermöglicht Nepals Regierung den Start zum Neubau zerstörter Haus / Schulen müssen ebenfalls dringend aufgebaut werden

        In Sekunden waren zigtausende Häuser ein Trümmerhaufen. Deren Wiederaufbau ist jedoch ein Jahr später vielfach noch nicht einmal begonnen worden. Am 25. April 2015 erschütterte ein schweres Erdbeben das Kathmandutal in Nepal, ein weiteres am 12. Mai. Die Folgen für das bitterarme Land waren schlimm: knapp 8.800 Tote, über 850.000 eingestürzte und beschädigte Häuser, gut 35.000 zerstörte Klassenzimmer bzw. über 4000 demolierte Schulen.

        Sofort nach diesem Beben gab es internationale, direkte Hilfe für die Bebenopfer. Die Don Bosco Projektpartner von Jugend Eine Welt verteilten etwa Lebensmittel, Kleidung, Decken, Zelte und Medikamente. Schnell planten die Salesianer mit Jugend Eine Welt den Wiederaufbau von 100 privaten Häusern sowie von mehreren Schulen. Zudem wurden Ausbildung und Training für 80 Jugendliche organisiert, um diese dann als Fachkräfte für die Bauarbeiten einsetzen zu können.

        Endlich "Startschuss"

        Soweit der Plan. Doch erst jetzt, kurz vor dem Beben-Jahrestag konnte Salesianerpater Jijo John, Leiter für den Wiederaufbau, sichtlich erleichtert melden: "Wir können den Wiederaufbau der Häuser tatsächlich starten." Endlich hat die nepalesische Regierung die Verwendung der Spendengelder tatsächlich erlaubt. Der größte Teil der ausgewählten Häuser muss völlig neu gebaut werden. Da ein Abriss der Ruinen zu teuer kommt, werden die Neubauten jeweils in der Nachbarschaft errichtet. In den ländlichen Regionen Nepals herrscht zumindest an Bauland kein Mangel.

        "Es ist viel Geld für den Wiederaufbau nach Nepal geflossen, doch alles muss über die nepalesischen Behörden laufen, die bisher nur verzögert haben", erklärt Pater John die Gründe der Verzögerung. "Was die Behörden alles tun, besser gesagt nicht tun, ist schlicht zeitraubend, lästig und behindernd", ergänzt Projektmanager John Akkara. Nepals Regierung hat vom Beben betroffenen Familien 200.000 Rupien (rund 1.600 Euro) für den Wiederaufbau ihrer Häuser versprochen. Die zuständige "National Reconstruction Authority" (NRA) nahm ihre Arbeit aber erst im Jänner 2016 auf. Hilfsorganisationen (NGOs) wie den Don Bosco Projektpartnern von Jugend Eine Welt war es praktisch bis jetzt verwehrt, die Familien beim Bau zu unterstützen: Diese hätten sonst, ohne entsprechende Zustimmung der NRA, keine Unterstützung des Staates erhalten.

        "Unsere Projektpartner wurden von den Behörden bei allen Arbeiten nur schikaniert", berichtet Projektreferentin Magdalena Gangl von Jugend Eine Welt, die jüngst in Nepal in Hinblick auf die Umsetzung geförderter Projekte Nachschau hielt. Folgen dieses (Nicht-)Handelns für die Bebenopfer: Viele Familien sitzen nach einem Jahr noch immer in behelfsmäßigen Unterkünften. Politische Differenzen zwischen Nepal und dem großen Nachbarn Indien haben zudem die Einfuhr von Baumaterialien wie Stahl und Zement extrem verteuert.

        Unterricht für Kinder im Freien

        Trotz aller Schwierigkeiten ist es den Salesianern mit Jugend Eine Welt gelungen, die Sanierung zweier stark beschädigter Schulen in den Dörfern Shanku und Malta in Angriff zu nehmen. Bisher mussten die Kinder häufig im Freien unterrichtet werden. Es sind nur noch wenige Genehmigungen seitens der Behörden ausständig.

        "Nepals Kinder brauchen dringend funktionierende und sichere Klassenräume", sagt Reinhard Heiserer, Vorsitzender von Jugend Eine Welt. Denn "gute Bildung für die Kinder ist für ihr eigenes Leben wie die Zukunft Nepals entscheidend."

          Mehr zum Wiederaufbauprogramm für Schulen findet sich hier


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