
Seit 1926 widmen sich die Don Bosco Schwestern gemeinsam mit den Salesianern Don Boscos im Gebiet der heutigen Demokratischen Republik Kongo der Ausbildung und Betreuung von Mädchen und Burschen aus ärmsten Verhältnissen.
Die Anfänge in 2 Klassenräumen
1988 wurden die ersten Don Bosco Schwestern vom Provinzhaus in Lubumbashi nach Kinshasa entsandt. In 2 Klassenzimmern begannen sie mit dem Unterrichten und boten auch eine Schneidereiausbildung für Mädchen an. Heute werden ca. 1000 Schüler und Schülerinnen (14 Volksschulklassen und 10 Sekundarklassen) unterrichtet. Aus Platzmangel findet der Unterricht in zwei Gruppen gesplittet am Vormittag und am Nachmittag statt.
Viele Kinder warten auf Hilfe…
Grundschulausbildung für Kinder aus bedürftigen Familien anzubieten ist ein Ziel, eine weitere ganz wichtige Aufgabe ist die Betreuung von Straßenkindern und Waisen der Hauptstadt Kinshasa. Schätzungsweise über 12.000 Straßenkinder gibt es in Kinshasa. Die Ursachen für diese hohe und noch steigende Zahl sind häufig der Tod eines oder mehrerer Elternteile (z.B. durch Aids), Scheidung, Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Not. Die UN zählt die Demokratische Republik Kongo zu den „Least Developed Countries“ (LDC).
„Hexenkinder“
Das staatliche Schul- und Sozialsystem in diesem bitterarmen Land, das auch noch immer stark unter den Kriegswirren der letzten Jahre leidet, kann nicht für die gesamte Bevölkerung sorgen. Viele der ärmsten Menschen bleiben auf der Strecke. Die „Hexenkinder“, Waisen und Halbweisen sind doppelt betroffen: Sie haben nicht nur ihre Eltern verloren, sondern sind auch als „Hexenkinder“ von der Gesellschaft verstoßen. Um diese Kinder kümmern sich die Don Bosco Schwestern in einem Spezialprogramm.
Ausbau und Verpflegung
Die Räumlichkeiten für die Betreuung von 45 bis 50 Straßenkindern konnten bereits errichtet werden auch wenn sie dringend ausgebaut werden müssen. Die Zahl der Straßenkinder die ins Zentrum kommen steigt ständig. Ein Raum der eigentlich als Studiersaal geplant war muss nun als Speiseraum verwendet werden, weil die vielen Kinder sonst keinen Platz mehr haben. Als zweiter wichtiger Handlungspunkt gilt das Sicherstellen der Finanzierung der Verpflegung, der ärztlichen Versorgung, Bekleidung und Betreuung dieser Mädchen.
Ab geht’s in die nächste Schulstufe!
Als weiterer Schritt muss nun auch die Struktur für diverse Berufsausbildungen noch aufgebaut werden, da es bereits so viele Straßenkinder gibt, die mit der Grundschulausbildung fertig sind, aber noch keine Sekundar- oder Mittelschule besuchen konnten. Diese Kinder müssen dann eine Lehre machen, wozu aber noch die Strukturen fehlen. Dieses Projekt soll nun gestartet werden!
Jugend Eine Welt unterstützt dieses Projekt der Don Bosco Schwestern in Kinshasa. Es ist ein sehr engagiertes und bereits in seinem Anfangsstadium ein erfolgreiches Projekt. Bitte helfen Sie mit, dass den Straßenkindern Kinshasas Bildung und Unterkunft gewährleistet werden kann!