
Die „Gaukler“ vom Zirkus Giovanni bedienen sich ihrer kreativen Möglichkeiten um die ZuseherInnen dazu einzuladen sich mit dem Leben von Straßenkindern auseinanderzusetzen. Mit Jonglierkunst, Einradfahren, Clowns und anderen Showeinlagen machen die ArtistInnen die Wiener Innenstadt „unsicher“ und werden die Aufmerksamkeit der PassantInnen auf sich ziehen.
In Ecuador, Indien, Ghana oder Rumänien stellen viele Straßenkinder ihre artistischen Künste zur Schau um auf sich aufmerksam zu machen und zumindest ein wenig Geld für Essen zu verdienen. Wie die Straßenkinder macht der Zirkus Giovanni die Straße zu ihrem Arbeitsplatz: Jongliereinlagen auf Straßenkreuzungen, wenn die Ampel gerade rot wird, Lieder singen und die Menschen irritieren.
Johannes Kugler engagierte sich ein Jahr lang als Jugend Eine Welt Volontär u. a. für Straßenkinder in Quito, Ecuador. Er ist Student der Sozialarbeit und Artist im Zirkus Giovanni: „Was ich in Quito erlebt habe geht unter die Haut, das vergisst man nicht, das gibt man auch bei uns weiter.“
Zirkus Giovanni
Der Zirkus Giovanni wurde von jungen österreichischen und deutschen StudentInnen vor knapp einem Jahr ins Leben gerufen und hat schon in Österreich, Italien und Kroatien für Staunen gesorgt. Die StudentInnen verbindet ihr Freiwilligeneinsatz mit Jugend Eine Welt bei Hilfsprojekten der Salesianer Don Boscos in Afrika, Asien oder Lateinamerika. Ihr Einsatz hat die jungen Menschen geprägt und sie sind stark beeindruckt vom Werk des Sozialpioniers Don Bosco. Dieses lebt heute in über 130 Ländern in Schulen, Sozialeinrichtungen und Straßenkinderzentren weiter. "Wir wollen unserem Vorbild Don Giovanni Bosco treu bleiben", erklärt "Artist" Emanuel Huemer.