
UNESCO Sonderbotschafterin Ute- Henriette Ohoven besuchte Jugend Eine Welt Hilfsprojekte auf Haiti.
„Ich war tief erschüttert über die immer noch katastrophale Situation in Haiti“, sagt Dr. h.c. Ute- Henriette Ohoven „und natürlich trifft es wieder die schwächsten der Gesellschaft am Härtesten – die Kinder.“ Die UNESCO Sonderbotschafterin hat kürzlich das nach dem Erdbeben in Jänner schwer erschütterte Haiti besucht. Gemeinsam mit der Hilfsorganisation Jugend Eine Welt – Don Bosco Aktion Österreich unterstützt die Stiftung UNESCO unter anderem den Wiederaufbau eines Zentrums für Straßenkinder in Port-au-Prince.
„Die Spenden finden dort Verwendung, wo sie dringend gebraucht werden.“
Bei ihrem Besuch auf Haiti konnte sich Frau Ohoven ein Bild von der Lage in Haiti machen. Sie sah den Grad der Zerstörung, erlebte aber auch die engagierten Helfer.
„Ich konnte mich persönlich davon überzeugen, dass die Spenden auch wirklich dort Verwendung finden, wo sie dringend gebraucht werden“ sagt Ute Ohoven.
Sie ist völlig zufrieden wie gut organisiert die Jugend Eine Welt Projektpartner auf Haiti, die Don Bosco Schwestern und die Salesianer Don Boscos arbeiten. Seit der Naturkatastrophe sind sie unermüdlich im Einsatz. Sie leisten Nothilfe, versorgen die Opfer mit Essen, Trinkwasser und Medikamenten. Sie haben Zeltlager für Obdachlose eingerichtet und unterrichten die Kinder in provisorischen Schulen.
Die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern sind seit der 1930er Jahren auf Haiti tätig. Sie betreiben alleine in der Hauptstadt 14 Kindergärten, Schulen und Sozialzentren wo insgesamt mehr als 30.000 Kinder und Jugendliche unterrichtet werden.
Das Erdbeben vom 13. Jänner hat fast alle Einrichtungen zerstört bzw. stark beschädigt.
Jugend Eine Welt und die UNESCO Stiftung unterstützen den Wiederaufbau der Don Bosco Einrichtungen auf Haiti. Verwendet werden die Spendengelder unter anderem für die Renovierung eines Don Bosco Jugendzentrums in der Hauptstadt Port-au-Prince.
Über 2.500 Kinder und Jugendliche, mehrheitlich sogenannte Straßenkinder, wurden hier bis Anfang des Jahres betreut. In der von den Salesianern Don Boscos und den Don Bosco Schwestern betriebenen Sozialeinrichtung wurden die Kinder medizinisch und psychologisch betreut. Sie lernten Lesen und Schreiben und in speziellen Trainings konnten sie einen Beruf erlernen. Eine Berufsausbildung bildet für die jungen Menschen die Basis für ein eigenes Einkommen und somit eine bessere Zukunft. Das Erdbeben hat all dem ein jähes Ende bereitet. Nun wird mit aller Kraft daran gearbeitet, das Zentrum wieder aufzubauen.
„Eigentlich ist es schwer zu begreifen, dass gerade ein solch armes Land auch dieses Erdbeben noch erdulden muss“, so Ute Ohoven nach ihrem Besuche auf Haiti: „Aber vielleicht steckt darin eine Chance für die Ärmsten der Armen durch die jetzige Hilfe eine bessere Zukunft zu erhalten.“
Fotos: Christof Sage