
Die Ortschaft Hadath-Baalbeck, befindet sich am Hang einer Hügelkette. Hadath, in der östlichen Bekaa-Ebene des Libanon gelegen, hat etwa 2.000 Einwohner. Das Gebiet ist noch immer vom Bürgerkrieg 2006 geprägt, der sich auch auf auf die enorm gestiegenen Heizkosten ausgewirkt hat.
Die Schule der Don Bosco Schwestern liegt an einem Berghang in über 1.000 m Höhe, bestehend aus drei Gebäuden in gestaffelter Lage.
Die Sommer in diesem Gebiet sind warm und sehr trocken. Die Winter jedoch, die zumeist etwa von November bis März dauern, sind kalt und feucht. Die Temperaturen können auf minus fünf Grad sinken, Schneelagen sind die Regel.
Die Zahl der erkrankten SchülerInnen in den Wintermonaten ist auffällig hoch. Es liegt nahe, daß hier ein Zusammenhang mit der schlechten Heizbarkeit und Wärmedämmung der Klassenzimmer besteht.
Die einzelnen Gebäude stammen aus verschiedenen Entstehungszeiten, die jeweils auch den unterschiedlichen Bewußtseinsstand in Bezug auf Energieeffizienz repräsentieren.
Zielgruppe:
Zirka 500 SchülerInnen mit unterschiedlichem religiösen Hintergrund.
Projektziel:
Thermische Sanierung der beiden ältesten Trakte der Don Bosco Schule
unter ökologischen Gesichtspunkten.
Projekthintergrund:
Die Don Bosco Schule wurde im Jahr 1974 gegründet. Sie besteht aus drei Gebäuden. Über die Jahre konnten die Don Bosco Schwestern einen hohen Ausbildungsstandard für die jungen Menschen garantieren.
Der Erfolg der Schule liegt aber auch in der Schulphilosophie, eine Brücke zwischen den verschiedenen Religionen zu schlagen (etwa 10% der jungen Menschen kommen aus christlichen Familien), den insgesamt 830 SchülerInnen soziale Werte zu vermitteln, anderen Menschen zu helfen und sich in der abgelegenen und vernachlässigten Bekka-Ebene sozial zu engagieren.
Das Kindergarten- und Vorschul-Gebäude (Fertigstellung 2007) wurde bereits mit einer Isolierverglasung errichtet und dämmt daher ausreichend.
Gebäude zwei mit dem Theater/Veranstaltungssaal im Untergeschoß, dem Schwesternbereich im Erdgeschoß und der Klassen der Grundschule im Obergeschoß (Planungsbeginn 1980, nach kriegsbedingter Unterbrechung Fertigstellung 1997) wurde dagegen noch mit Einscheibenverglasung errichtet.
Das Gebäude mit der höchsten Klassenzahl ist das älteste der Anlage und beherbergt die Elementarschule. Gebaut wurde es zu Beginn der 70er Jahre. Es ist in seiner architektonischen Erscheinung ein durchaus erfreuliches Beispiel. In dem Gebäude werden über 500 SchülerInnen unterrichtet. Die Fenster sind mit einfacher Verglasung und ohne Heizung errichtet worden (notdürftig wurden im obersten Geschoß Ölöfen aufgestellt). Eine Zentralheizung wurde nachträglich eingebaut.
Allein durch die Verstärkung des Glases der bestehenden Aluminiumfenster können Kosten gespart werden. Gleichzeitig wird ökologischen Gesichtspunkten Rechnung getragen.
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