
Mitten in den vernachlässigten Stadtvierteln von Tirana sind die Salesianer Don Boscos Ansprechpartner für viele hundert Kinder und Jugendliche.
Albanien ist ein junges Land, alleine 30% seine Bewohner sind unter 15 Jahre. Doch die Jugend leidet besonders unter den schlechten wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen. Denn ihnen fehlt nicht nur eine Zukunftsperspektive, sondern sie werden nicht selten zu Opfern illegaler Aktivitäten. Oft sind es die Eltern, die ihre Kinder aus Verzweiflung in die Prostitution und Kriminalität zwingen.
Pater Dominik und sein Team lassen sich davon nicht beirren. Ein großes Zelt, das vorher von Flüchtlingen als Küche und Kantine genutzt wurde, bietet Platz für Feste und Veranstaltungen. Doch neben den Freizeitangeboten bekommen die Jugendlichen hier auch eine echte Perspektive für die Zukunft. Das Berufsbildungszentrum der Pater vermittelt theoretische und praktische Kenntnisse. 500 SchülerInnen lassen sich dort zum Maurer, Elektriker, Schneider und anderen Berufen ausbilden. Für Schulabbrecher gibt es spezielle Ausbildungsangebote. Damit schließen die Salesianer eine wichtige Lücke, denn praktische berufliche Qualifizierung gibt es kaum im Land.
Für alle Lehrlinge stehen Sprachkursangebote zur Verfügung und die erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Schüler selbst stammen aus angrenzenden Slums der Hauptstadt, viele sind Flüchtlinge. City Angels – Streetworker - kontaktieren darüber hinaus Jugendliche und Kinder auf öffentlichen Plätzen und Straßen.
Zielgruppe:
Projektziele:
1200 Kinder und Jugendliche strömen täglich in das Don Bosco Zentrum in der albanischen Hauptstadt Tirana. Pater Dominik und sein Team bieten den Jugendlichen nicht nur Ausbildungsmöglichkeiten, sondern auch Freizeitspaß.
Ihre Arbeit mit Problemkids unterschiedlicher Herkunft hilft Vorurteile abzubauen und vermittelt Nähe und Gemeinschaft.
Das 1992 gebaute Don Bosco Zentrum beherbergt über tausend Jugendliche pro Tag. Im offenen Jugendzentrum verbringen sie ihren Nachmittag mit sinnvoller Beschätigung. Viele Kinder sehen hier zum ersten Mal einen Spielplatz – Highlight zwischen den tristen Plattenbauten und Industriebrachen.
Besonders am Herzen liegen Pater Dominik, der selbst aus dem Kosovo stammt, jedoch die Romakinder. Hier gilt es Überzeugungsarbeit zu leisten, da viele Eltern ihre Kinder auf die Straße schicken, damit diese betteln oder Müll sammeln und so zum Einkommen beitragen. Um einen Gesinnungswandel anzustoßen, werden die Familien, deren Kinder in die Schule gehen, mit Lebensmitteln und Kleidung unterstützt.
Gemeinsam mit Jugend Eine Welt soll nun auch das Ferienprogramm ausgebaut werden. Dann geht für viele Kinder ein Traum in Erfüllung:
Einen Tag am Meer zu verbringen!