
Die Salesianer Don Boscos sind seit den 80er Jahren im Sudan tätig. Damals kamen sie auf Bitten von sudanesischen Bischöfen ins Land. Im Südsudan betreiben sie vier Zentren. Die Angebote reichen von allgemeiner Schulbildung über Berufsbildung, Gesundheitsversorgung bis zur Jugend- und Pastoralarbeit.
Infrastruktur im Südsudan schaffen
Doch es herrscht ein großes Problem, sehr vieles findet jetzt in baufälligen Räumlichkeiten, in Lehmhäusern oder unter freiem Himmel statt. Daher ist der Bau von Schulen, Internate, Jugendzentren, Ambulatorien und Kirchen geplant.
Die Regierung des Südsudans stellt keine finanziellen Mittel für den Bau von sozialer Infrastruktur (Schulen, Krankenhäuser etc.) zur Verfügung. Daher engagieren sich viele NGOs und kirchliche Einrichtungen in diesem Bereich.
Um die Entwicklung des Südsudans durch bessere Ausbildung voranzutreiben, ist es unerlässlich, die dazu notwendige Infrastruktur zu verbessern bzw. zu schaffen. Aus diesem Grund möchten die Salesianer Don Boscos in den nächsten Jahren sehr viele Bauvorhaben realisieren.
Fehlendes oder sehr teures Baumaterial im Sudan
Ein großes Problem hier ergibt sich durch fehlendes Baumaterial. Alles muss importiert werden, aus Kenia, Uganda oder aus der Hauptstadt Karthoum, die 1.200 Kilometer weiter nördlich liegt. Es gibt weder Autobahnen noch Bahnverbindungen. Die sogenannten „High ways“ sind Lehmpisten. Aufgrund der schwierigen Verhältnisse für den Transport sind die Kosten für jegliche Artikel ungleich höher als z. B. im Norden. Ein Sack Zement kostet in Karthoum 15 US-Dollar. In der Stadt Wau im Südsudan das Doppelte. Dadurch ergeben sich um ein Vielfaches höhere Baukosten.
Salesianer Don Boscos starten eigenen Produktionsbetrieb - so können Zeit und Kosten gespart werden
Nach langen Überlegungen, wie die Baukosten gesenkt werden können, entwickelten die Salesianer Don Boscos eine Idee. Sie planen am Standort Gumbo-Juba, der Hauptstadt des Südsudan, eine eigene Produktionsfirma für Baumaterial aufzubauen. So sollen die Kosten für Bauvorhaben längerfristig gesenkt werden.
Produziert bzw. verkauft werden sollen u. a. Ziegel, Bodenfliesen, Türen und Fenster, Tore und Gitter, Sanitäranlagen, Wassertanks, Elektroanlagen und Möbel.
Geplant ist, in Zukunft die Produktionsfirma in das zu errichtende Berufsbildungszentrum, mit den diversen Ausbildungszweigen (Schweißen, Maurerei, Tischlerei usw.) zu integrieren. Geplanter Baubeginn des Berufsbildungszentrums ist Oktober 2010.
Insgesamt soll dieses Projekt einen Beitrag zur Entwicklung des Südsudans beitragen. Durch den Produktionsbetrieb können Materialien, die für den Aufbau von Institutionen (Schulen, Ausbildungszentren, Gesundheitszentren usw.) nötig sind, kostengünstiger bereitgestellt werden. Nur eine gut ausgebildete Bevölkerung kann zum Aufbau des Landes beitragen und somit wieder Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen.
Helfen Sie uns bei dem Aufbau einer Produktionsfirma für Baumaterial!