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Erdbeben Haiti


Am 13. Jänner erschütterte ein Erdbeben Haiti schwer. Finden Sie hier Informationen zu den Ereignissen und Hilfsmaßnahmen der letzten drei Monate:

Haiti - ihre Hilfe kommt an

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Haiti: Der Wiederaufbau wird Jahre dauern

Drei Monate nach der Erdbebenkatastrophe haben viele Hilfsorganisationen das Land bereits wieder verlassen. Doch in den nächsten Jahren steht Haiti vor der eigentlichen Herausforderung. Denn nun geht es daran das Land wieder aufzubauen.

 

„Jugend Eine Welt ist dankbar über die große Solidarität der Österreicherinnen und Österreichern mit den Menschen auf Haiti“, sagt Geschäftsführer der Hilfsorganisation Jugend Eine Welt Reinhard Heiserer: „Die erste Not tausender Menschen konnte gelindert werden und auch erste Maßnahmen für den Wiederaufbau seitens unserer Partner wurden bereits gesetzt.“

 

Die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern sind seit den 1930er Jahren auf Haiti aktiv und betreiben dort mehrere Schulen, Ausbildungszentren und Straßenkinderheime, die bei dem Erdbeben am 12. Januar 2010 stark zerstört wurden.

 

Am 13. April, genau drei Monate nach dem Erdbeben, wird Reinhard Heiserer Haiti besuchen um die Lage Vorort abzuklären und mit den Partnern zu besprechen, wie Jugend Eine Welt den Wiederaufbau am effizientesten unterstützen kann.

 

Schulen wieder in Betrieb

Seit Montag, dem 5. April 2010 arbeiten alle bisherigen Schulen der Salesianer Don Boscos wieder. „Wir haben zwar keine Schulgebäude mehr, aber die Schule funktioniert“, gibt sich der Jugend Eine Welt Partner und Leiter Don Bosco Einrichtungen auf Haiti, Pater Ducange optimistisch.

 

Dank der Unterstützung von Spendengeldern, auch aus Österreich, können die Lehrkräfte vorerst bezahlt und provisorische Schulen errichtet werden. Insbesondere das Bereitstellen der Lehrergehälter ist für das Aufrechterhalten des Schulbetriebs entscheidend: „Wenn wir die Lehrerinnen und Lehrer nicht bezahlen können, werden sie woanders Arbeit suchen. Denn auch sie müssen von etwas leben, “ zeigt sich Pater Ducange besorgt. Der Schulunterricht ist besonders wichtig um vor allem den Kindern und Jugendlichen Stabilität und Sicherheit zu vermitteln und wieder etwas Normalität in ihren Alltag zu bringen.

 

Traumata sitzen tief

Als eine der größten Herausforderungen sehen die Don Bosco MitarbeiterInnen die Infrastrukturprobleme und den Umgang mit dem erlittenen Traumata, besonders bei Kindern. „Wenn ich spielende Kinder auf unserem Fußballplatz frage, ob sie Angst vor einem neuen Beben haben, sagen alle nein. Aber in ein festes Haus will keiner von ihnen. Sie fragen mich, ob sie von nun an immer im Zelt schlafen dürfen, es mache ihnen nichts aus. Auch die Schule, soll lieber ein Zelt sein, “ beschreibt Pater Ducange die tiefsitzende Angst der Überlebenden. Es wurden bereits Psychologen angefordert, um die eigenen MitarbeiterInnen zu schulen und zu stabilisieren.

 

200.000 Flüchtlinge werden versorgt

In vier Flüchtlingszentren versorgen die Salesianer Don Boscos etwa 20.000 Menschen. „Die Nothilfeverteilung läuft recht gut. Die medizinische Versorgung und die Verteilung von Lebensmitteln und Wasser sind gewährleistet, “ so Pater Ducange.

 

Spendenaufruf Wiederaufbau auf Haiti.

Jugend Eine Welt und die Salesianer Don Boscos vor Ort sind in der Lage größere und kleinere Spendenbeträge in Haiti sinnvoll einzusetzen, um insbesondere jungen Menschen eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Bitte helfen Sie uns mit ihrer Spende.


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