Informieren Sie sich hier zum aktuellen Stand der Hilfsmaßnahmen in der Erdbeben-Region.

07.04.2010 Drei Monate nach der Erdbebenkatastrophe haben viele Hilfsorganisationen das Land bereits wieder verlassen. Doch in den nächsten Jahren steht Haiti vor der eigentlichen Herausforderung. Denn nun geht es daran das Land wieder aufzubauen.
„Jugend Eine Welt ist dankbar über die große Solidarität der Österreicherinnen und Österreichern mit den Menschen auf Haiti“, sagt Geschäftsführer der Hilfsorganisation Jugend Eine Welt Reinhard Heiserer: „Die erste Not tausender Menschen konnte gelindert werden und auch erste Maßnahmen für den Wiederaufbau seitens unserer Partner wurden bereits gesetzt.“
Die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern sind seit den 1930er Jahren auf Haiti aktiv und betreiben dort mehrere Schulen, Ausbildungszentren und Straßenkinderheime, die bei dem Erdbeben am 12. Januar 2010 stark zerstört wurden.
Am 13. April, genau drei Monate nach dem Erdbeben, wird Reinhard Heiserer Haiti besuchen um die Lage Vorort abzuklären und mit den Partnern zu besprechen, wie Jugend Eine Welt den Wiederaufbau am effizientesten unterstützen kann.
Schulen wieder in Betrieb
Seit Montag, dem 5. April 2010 arbeiten alle bisherigen Schulen der Salesianer Don Boscos wieder. „Wir haben zwar keine Schulgebäude mehr, aber die Schule funktioniert“, gibt sich der Jugend Eine Welt Partner und Leiter Don Bosco Einrichtungen auf Haiti, Pater Ducange optimistisch.
Dank der Unterstützung von Spendengeldern, auch aus Österreich, können die Lehrkräfte vorerst bezahlt und provisorische Schulen errichtet werden. Insbesondere das Bereitstellen der Lehrergehälter ist für das Aufrechterhalten des Schulbetriebs entscheidend: „Wenn wir die Lehrerinnen und Lehrer nicht bezahlen können, werden sie woanders Arbeit suchen. Denn auch sie müssen von etwas leben, “ zeigt sich Pater Ducange besorgt. Der Schulunterricht ist besonders wichtig um vor allem den Kindern und Jugendlichen Stabilität und Sicherheit zu vermitteln und wieder etwas Normalität in ihren Alltag zu bringen.
Traumata sitzen tief
Als eine der größten Herausforderungen sehen die Don Bosco MitarbeiterInnen die Infrastrukturprobleme und den Umgang mit dem erlittenen Traumata, besonders bei Kindern. „Wenn ich spielende Kinder auf unserem Fußballplatz frage, ob sie Angst vor einem neuen Beben haben, sagen alle nein. Aber in ein festes Haus will keiner von ihnen. Sie fragen mich, ob sie von nun an immer im Zelt schlafen dürfen, es mache ihnen nichts aus. Auch die Schule, soll lieber ein Zelt sein, “ beschreibt Pater Ducange die tiefsitzende Angst der Überlebenden. Es wurden bereits Psychologen angefordert, um die eigenen MitarbeiterInnen zu schulen und zu stabilisieren.
200.000 Flüchtlinge werden versorgt
In vier Flüchtlingszentren versorgen die Salesianer Don Boscos etwa 20.000 Menschen. „Die Nothilfeverteilung läuft recht gut. Die medizinische Versorgung und die Verteilung von Lebensmitteln und Wasser sind gewährleistet, “ so Pater Ducange.
Kraft ziehen viele Haitianer aus dem Glauben. „Unsere Kirchen sind brechend voll“, sagt P. Ducange. Auch ausländische ExpertInnen schreiben den Kirchen eine extrem stabilisierende Rolle zu.
Ihre Spende ermöglicht den Wiederaufbau auf Haiti!
Spendenkonto PSK 92.083.767, BLZ 60.000, Kennwort: Haiti Jetzt Spenden
5.3.2010 Fast zwei Monate nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti kann an Normalität noch lange nicht gedacht werden. Zu groß ist die Zerstörung und der Wiederaufbau wird noch Jahre dauern. Doch langsam kehrt ein bisschen Alltag zurück in das Leben der Menschen.
Die Partner von Jugend Eine Welt, die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern tun alles, was ihnen möglich ist, um den Menschen zu helfen.
Regelmäßige Hilfsgütertransporte zwischen La Vega/Dominikanischen Republik und Port-au-Prince wurden eingerichtet. Die Menschen, die ihre Familien, ihre Häuser und ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, sind dringend auf die Hilfsgüter (wie Nahrungsmittel, Wasser, Medikamente) angewiesen. Inzwischen werden die Lieferungen der Salesianer Don Boscos auch in der Cité Soleil, dem größten Slum der Hauptstadt, verteilt.
Mehr als 1200 Menschen haben auf dem Don Bosco Gelände in Thorland nahe Port-au-Prince in Zelten Unterschlupf gefunden.
Auch der Unterricht hat in den Trümmern provisorisch wieder begonnen. Den Kindern und Jugendlichen wird damit ein Stück Alltag zurückgegeben. Da alle Schulmaterialien zerstört oder geplündert wurden, sendet Jugend Eine Welt „Schools in a box“ –Schulmaterialien wie Stifte Blöcke etc. für je einen Lehrer und 40 Schüler nach Haiti. Eine solche Box kostet rund 55 Euro und ermöglicht einen Basis Schulunterricht. Es ist ganz wichtig, so rasch als möglich wieder provisorischen Unterricht abzuhalten um den Kindern ein Gefühl von „Normalität“ zu geben und die Lehrer weiter beschäftigen und bezahlen zu können.
Im Straßenkinderzentrum Lakou ist der Sportplatz wieder geöffnet. Eine Bäckerei der Salesianer ist inzwischen wieder in Betrieb und versorgt die Menschen, besonders die Kinder, im Slum Cite de Soleil mit Brot.
Jugend Eine Welt unterstützt den Wiederaufbau, sowie den (momentan noch provisorisch) laufenden Betrieb der Schul- und Sozialzentren.
Die Solidarität der Menschen in Österreichern mit den Opfern der Erdbebenkatastrophe ist weiterhin ungebrochen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Ihre Spende ermöglicht den Wiederaufbau auf Haiti!
Spendenkonto PSK 92.083.767, BLZ 60.000, Kennwort: Haiti