
Am 31. Jänner aktiv werden für Straßenkinder! Materialien zum Tag der Straßenkinder finden Sie hier

Sie verdienen ihr Geld beim Schuheputzen, durch den Verkauf von Süßigkeiten, oft aber auch durch Einbrüche oder Prostitution. Sie verkaufen Blumen, leisten Hilfstätigkeiten auf Baustellen oder in Restaurants und sie sammeln Müll – die Kinder, die in den Metropolen dieser Welt leben und arbeiten. Ob in Quito/Ecuador, in Mumbai/Indien oder in Kapstadt/Südafrika: Straßenkinder leben in ständiger Unsicherheit, sie werden von der Gesellschaft verachtet, stehen im Abseits und haben keine Chance auf eine echte Kindheit. Drogen und Kriminalität gehören zu ihrem Alltag.
Jugend Eine Welt initiiert den „Tag der Straßenkinder“, um auf die Situation dieser Kinder und Jugendlichen hinzuweisen und bittet um Spenden für Don Bosco Straßenkinderprojekte weltweit.
Besonders gedacht wird am diesjährigen „Tag der Straßenkinder“ an die Kinder Haitis.
Die UCW (Understanding Children`s Work) geht davon aus, dass heute 190 Millionen Kinder arbeiten. Oft unter menschenverachtenden Bedingungen und zu Hungerlöhnen. Etwa 30 Millionen Kinder weltweit leben auf der Straße.
Die Ursache dafür ist die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten in den sogenannten Entwicklungsländern und die damit einhergehende Migration. Kinder – die schwächsten Mitglieder einer Gesellschaft – werden davon am härtesten getroffen und tragen einen Großteil der sozialen Folgen. Wenn sich die Eltern nicht genügend um ihre Kinder kümmern können und sich ein Großteil des sozialen Lebens auf der Straße abspielt, wenn die Schule nicht bezahlbar ist oder wenn dort zu viel verlangt wird, dann wird die Versuchung nach dem raschen Geld auf der Straße sehr groß.
Im 19. Jahrhundert in Turin – heute weltweit
Schon der Jugendheilige Johannes Bosco stand im 19. Jahrhundert vor ähnlichen Herausforderungen. Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt: „Don Bosco sah den guten Kern in jedem Kind und war überzeugt davon, dass durch vorbeugende Maßnahmen Kinder vor dem Weg in die Kriminalität und in die Verwahrlosung bewahrt werden können. Genau das geschieht heute in den weltweiten Straßenkinderprojekten der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern.“
Durch Aktionen helfen
Jugend Eine Welt motiviert Schulen und Pfarren durch konkrete Aktionen, den Straßenkindern weltweit zur Seite zu stehen. Geschäftsführer Reinhard Heiserer: „Kinder sind leicht zu motivieren, wenn es darum geht, sich für andere einzusetzen. Die Frage wie Kinder anderswo leben, interessiert sie brennend.“
Haiti: Wo gerade jedes Kind zum Straßenkind wird
Mindestens zwei Millionen Kinder gelten nach dem schweren Erdbeben auf Haiti als akut gefährdet. Hunderttausende haben während der Naturkatastrophe ihre Eltern verloren. Sie irren alleine durch die Straßen von Port-au-Prince. Zum Trauma des Erlebten kommen Hunger, Durst und oft schwerwiegende Verletzungen.
Bereits vor dem Erdbeben war die Situation der Kinder im Inselstaat besorgniserregend. Die Kindersterblichkeit lag bei etwa 13 Prozent. Rund ein Viertel der Kinder galt als unterernährt.
„Das Schicksal der Kinder Haitis ist ein besonders tragisches“, so Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt: „Für die kleinen Opfer der Katastrophe wenden wir und unsere Partner vor Ort besondere Kraft auf.“