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Haiti: Wo gerade jedes Kind zum Straßenkind wird

Mindestens zwei Millionen Kinder gelten nach dem schweren Erdbeben auf Haiti als akut gefährdet. Hunderttausende haben während der Naturkatastrophe ihre Eltern verloren. Sie irren alleine durch die Straßen von Port-au-Prince. Zum Trauma des Erlebten kommen Hunger, Durst und oft schwerwiegende Verletzungen.

Bereits vor dem Erdbeben war die Situation der Kinder im Inselstaat besorgniserregend. Die Kindersterblichkeit lag bei etwa 13 Prozent. Rund ein Viertel der Kinder galt als unterernährt.

„Das Schicksal der Kinder Haitis ist ein besonders tragisches“, so Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt: „Für die kleinen Opfer der Katastrophe wenden wir und unsere Partner vor Ort besondere Kraft auf.“

Auch der von Jugend Eine Welt initiierte „Tag der Straßenkinder“ am 31. Jänner steht im Zeichen der Kinder Haitis.

Die Jugend Eine Welt-PartnerInnen auf Haiti, die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern setzen sich seit den 1930er Jahren für die Kinder und Jugendlichen auf Haiti ein. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Ermöglichung von Bildung für die ärmste Bevölkerungsschicht. Die Straßenkinderzentren und Schulen der Salesianer Don Boscos wurden durch das Beben komplett zerstört.

 

Nothilfe in Haiti bereits angelaufen

„Die Kommunikation und Koordination der Hilfsmaßnahmen funktioniert den Umständen entsprechend sehr gut“, so Reinhard Heiserer: „Vor allem über die Salesianer in der Dominikanischen Republik, die nur wenige Autostunden von Haiti entfernt sind, kann die Hilfe rasch abgewickelt werden. Unsere Projektpartner aus der Dominikanischen Republik sind bei den Hilfstrupps dabei.“

Gemeinsam mit dem internationalen Netzwerk der Salesianer hat Jugend Eine Welt inzwischen erste Hilfsmaßnahmen gestartet: LKWs mit Hilfsgütern sind auf dem Weg von der Dominikanischen Republik nach Haiti um die Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen.

Aktuelle Infos zur Situation auf Haiti.

 

31. Jänner: Tag der Straßenkinder

Weltweit leben 30 Millionen Kindern und Jugendlichen die auf der Straße. Sie sind gezwungen zu arbeiten. Ihr Alltag ist geprägt von Angst und Gewalt.

Am Sonntag, 31. Jänner, macht Jugend Eine Welt am „Tag der Straßenkinder“ auf ihr Schicksal aufmerksam.

Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt: „Don Bosco sah den guten Kern in jedem Kind und war überzeugt davon, dass durch vorbeugende Maßnahmen Kinder vor dem Weg in die Kriminalität und in die Verwahrlosung bewahrt werden können. Genau das geschieht heute in den weltweiten Straßenkinderprojekten der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern.“

Schulklassen, Pfarren, Jungschargruppen usw. sind eingeladen sich aktiv am „Tag der Straßenkinder“ zu beteiligen.

Informationen, Aktionsvorschläge, etc. zum „Tag der Straßenkinder“

 

Spendenkonto Jugend Eine Welt Österreich PSK 92.083.767, BLZ 60.000, Kennwort: Haiti


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