
Im März 2009 haben die Salesianer Don Boscos ihre Präsenz auf ein neues Land erweitert: Bangladesch. Bereits im Zeitraum 1928-1952 war der Orden im damaligen Indien bzw. Ostpakistan (ab 1947) tätig. 1971 wurde Ostpakistan unabhängig und heißt seitdem Bangladesch.
Der Aufbau der neuen Präsenz bedeutet eine große Herausförderung. Bangladesch ist ein Entwicklungsland: die Armut ist weit verbreitet und häufige klimabedingte Katastrophen (meistens Unwetter während der Monsunzeit) bringen fast jährlich Überschwemmungen und Zerstörung.
Was die Religion betrifft, bekennt sich die große Mehrheit (87%) der Bevölkerung zum Islam; zum Hinduismus bekennen sich 10%, zum Christentum nur 0,35 %. Etwa 300.000 Personen in dem 150 Millionen Einwohnern starken Land sind Christen.
Das erste Don Bosco Werk in Bangladesh ist in Utrail, 55 km vom Sitz der Diözese Mymensingh entfernt. Aufgrund von Überschwemmungen und begrenzter Infrastruktur ist die Fahrt zwischen den zwei Städten lange und beschwerlich.
Die Salesianer Don Boscos werden eine Grundschule führen, in der etwa 270 Kinder aus den ärmeren Familien, unabhängig von Herkunft und Konfession, kostenlos eine Ausbildung erhalten werden.
Der Unterricht findet im Moment unter sehr reduzierten Bedingungen statt, Platz und Ausstattung fehlen. Der Bau eines neuen Schulgebäudes ist geplant. Doch dafür müssen noch genügend Spendengelder aufgetrieben werden. Aktuell ist man auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück für die Schule.
Mit der Pionierarbeit in einem neuen Land wurde P. Francis Alencherry, ehemaliger Generalrat für die Missionen und langjähriger Jugend Eine Welt Partner, beauftragt.
Während seines letztes Besuches bei Jugend Eine Welt in Wien, im Frühling 2008, erklärte P. Alencherry überzeugt: "Wir stehen vor einer schwierigen Herausförderung, aber ich bin mir sicher, dass die Salesianer durch ihre Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Minderung der Armut der Menschen in Bangladesch leisten werden".
Als Starthilfe hat P. Alencherry von Jugend Eine Welt vor einigen Monaten das Geld für ein Motorrad bekommen. Dieses erleichtert dem 59-Jähriger Salesianerpater das Reisen in Bangladesh, das Besuchen der verschieden Orte und das kennenlernen der Bevölkerung.