
... gemeinsam Verantwortung übernehmen auf ökonomischer Grundlage
Unter diesem Motto veranstalten Katharina Liebenberger - und TRIGOS-Mitinitiator Andreas Reinisch gemeinsam mit einer breiten Trägerschaft am 18. Februar 2010 den "austrianSocialBusinessDay" in Wien. Träger sind neben Jugend Eine Welt auch: Caritas, Eine Welt Handel AG, ERSTE Stiftung, FUTURE® GMBH, Österreichisches Rotes Kreuz, plenum, SOS Kinderdorf und Wöber&Netz.
Die Veranstalter über Idee, Ziele und Ablauf des SocialBusinessDay 2010:
Was war Ihre Intention, den aSBD ins Leben zu rufen?
Andreas Reinisch: Wir erleben im Zeichen von Klimawandel, Finanz- und Wirtschaftskrise einen weltweiten Paradigmenwechsel. Die Erkenntnis, dass es so nicht weitergehen kann, schreit geradezu nach Bewusstseinsveränderung, Wertewandel und innovativen Wegen in der Wirtschaft.
Katharina Liebenberger: Unsere Antwort auf die Krise ist eine neuartige und erstklassig organisierte Plattform für CSR-Kooperationen und Social Business. Unternehmen und NGO's gewinnen neue Impulse für Geschäftsideen, erweitern ihren Aktionsradius mit ergänzendem Know-how und starten gemeinsam ökonomische Kooperationsprojekte, die gesellschaftliche Lücken schließen.
Welches Ziel hat die Veranstaltung?
AR: Der aSBD eröffnet neue Win-Win-Potenziale für Unternehmen und Gesellschaft in Form innovativer Kooperationsprojekte und -formen. Partnerschaftliche, sinnstiftende, nutzbringende und somit nachhaltige Lösungen - für Alle - statt punktueller Spenden. Die teilnehmenden Unternehmen und Organisationen spüren ökonomischen Lösungen für die drängenden sozialen und ökologischen Probleme auf und setzen sie gemeinsam mit neuen Partnern um.
Was passiert an dem Tag?
KL: Bereits im Vorfeld werden die Projektideen geprüft und potentielle Partner identifiziert. Auf der Veranstaltung präsentieren sich Unternehmen, NPO´s und Social Entrepreneure als Innovationstreiber mit Ideen und konkreten Vorhaben. Sie lernen potentielle Partner kennen, die ergänzendes Know-how für die Verwirklichung ihrer Projekte anbieten. Über mehrere Runden werden die Projektideen konkretisiert und der Start der Projekte professionell vorbereitet. Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, von und mit den Besten zu lernen. Dafür stehen erfolgreiche Kooperationsprofis als Gesprächspartner und zum Erfahrungsaustausch zur Verfügung.
An wen richtet sich die Veranstaltung?
KL: Wir laden Wirtschaft und Zivilgesellschaft zum Handeln aus Überzeugung ein.
Innovative Unternehmen werden weit über das "Social Sponsoring" hinaus tätig. Sie investieren ihr glaubhaftes Engagement in konkrete Projektideen für den dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel.
NGO´s und Einrichtungen mit sozialen Aufgaben, finden Unternehmens- und Know-how-Partner für die Verwirklichung ihrer Projekte und sind somit unabhängiger von staatlichen Mitteln.
Social Entrepreneure - Unternehmer, die mit ihrem Kerngeschäft soziale Probleme auf Basis einer wirtschaftlichen Geschäftsidee angehen und lösen - erhalten Gelegenheit, ihre Leistungen und Vorhaben vorzustellen und neue Kooperationspartner zu finden.
AR: Die Rechnung geht auf: Menschlichkeit + Wirtschaftlichkeit = gesellschaftlicher Wandel
Was ist das Außergewöhnliche am aSBD?
AR: Corporate Social Responsibility & Social Business – gemeinsam die Welt gestalten. Eine breite Initiatorenschaft verschiedenster Interessensgruppen trägt und fördert den aSBD. Wir führen gezielt potentielle Partner zusammen und unterstützen regionale, nationale sowie internationale CSR-Kooperationen und Projektideen durch schrittweise Aufbereitung, das Vernetzen kreativer Ideen und Know-how-Austausch mit erfahrenen Praktikern. Innovation bekommt eine neue Dimension – innovatives Denken, innovative Produkte, innovatives Handeln. Wir fördern lösungsorientierte Ansätze, die in als auch nach der Krise funktionieren und beispielgebend sind für zukunftsfähiges Wirtschaften.
Ok der Nutzen für die Unternehmen und NPO´s ist klar. Hat auch der Staat Vorteile?
KL: Der Nutzen für die CSR-Beauftragten sowie für die Unternehmen und Organisationen selbst ist unerschöpflich. Ja und der Staat kann sich somit auf seine Kernkompetenzen und auf die Schaffung von Freiräumen für die Eigeninitiativen von Unternehmen und NPO´s konzentrieren; nach dem Motto von "Vater Staat" zu "Partner Staat".