
Momentan kämpfen in Südafrika internationale Fußballprofis um den Sieg beim Confederations Cup. Währenddessen gewinnen Aidswaisen im von Jugend Eine Welt unterstützten Don Bosco Fußballprojekt Selbstvertrauen und die Chance auf eine bessere Zukunft.
Die "Liblhola Lethu Rua Stars" laufen über das Fußballfeld. Die Jugendlichen kicken sich gegenseitig den Ball zu, versuchen sich auszudribbeln - ein ganz normales Fußballtraining. Doch hier handelt es sich um ein besonderes Fußball-Team. Denn ein Großteil der SpielerInnen sind Aids-Waisen, alle SpielerInnen stammen aus sehr armen Verhältnissen.
In der Michael Rua Schule der Salesianer Don Boscos in Walkerville, 35 Kilometer südlich von Johannesburg, bekommen Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien eine Ausbildung. Im Fußballprogramm der Schule wird das sportliche Talent der SchülerInnen gefördert.
"Doch es geht um viel mehr als nur Fußballspielen, " erklärt Reinhard Heiserer, Geschäftsführer des Hilfswerks Jugend Eine Welt: "Durch das Spiel werden Werte wie Teamgeist und Zusammenhalt gefördert, das Training erzieht zu Disziplin und Erfolge tragen stark zur Entwicklung des Selbstvertrauens der jungen Leute bei."
Jugend Eine Welt unterstützt dieses Projekt und ähnliche Projekte auf der ganzen Welt - unter anderem im Rahmen der Kampagne kickfair – Fußball für Straßenkinder.
200.000 Aidswaisen
Sechs Millionen Menschen in Südafrika sind mit dem HI Virus infiziert. Alleine in der Provinz Gauteng, in der die Michael Rua Schule liegt, leben mehr als 200.000 Aidswaisen. Daher ist ein zentrales Anliegen der Schule die Förderung dieser Kinder und Jugendlichen.
Momentan werden in der Schule 870 SchülerInnen unterrichtet. Die meisten von ihnen stammen aus dem ländlichen Hinterland von Walkerville. "HIV/Aids ist in dieser Region ein großes Problem", so Reinhard Heiserer: "In den meisten Familien der SchülerInnen gibt es Fälle von HIV/AIDS-Erkrankung und Tod. Die Kinder oder Jugendlichen bleiben dann oft alleine zurück. Wenn sie für ihre jüngeren Geschwister sorgen müssen, müssen sie meist auf ihre Schulbildung verzichten."
Hier greift die Michael Rua Schule ein. Einerseits durch Stipendien und Internatsmöglichkeit für SchülerInnen, andererseits durch Gesundheitsförderung und Aufklärungsarbeit zum Thema HIV/Aids.