Focus Indien
Ausgehend von Slumdog Millionär, der die kleine Weltkino-Reihe zum Thema Indien eröffnet, zeigt das Kino de France sechs weitere Beispiele indischen Filmschaffens bzw. Filme, die von Auslandsinderinnen gedreht wurden und einen sehr spezifisch weiblichen Blick auf die indische Gesellschaft zeigen.
Entdeckt wurde das weltweit produktivste Filmschaffen (2005 entstanden im gesamten indischen Raum über 1.000 Filme!) in Europa und den USA durch Filmfestivals und das Fernsehen. Die Berlinale zeigte Anfang der 60er Jahre Filme des grossartigen Regisseurs Satyajit Ray, später richtete sich der Blick auf Mrinal Sen und Ritwik Ghatak. Neben diesen Vertretern des klassischen indischen Kunstkinos fand das Filmland Indien ab Mitte der 80-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durch die Filme der im Ausland arbeitenden Regisseurinnen Mira Nair und Deepa Metha oder des Produzenten Ismail Merchant internationale Aufmerksamkeit.
Das eigentliche, in Indien populäre Hindi-Kino (die Bezeichnung Bollywood leitet sich aus dem ehemaligen Namen des Produktionszentrums Mumbai, Bombay ab) fand jedoch kaum Beachtung. Wieder war es die Berlinale-Sektion "Internationales Forum des jungen Films", die Anfang des Jahrtausends herausragende Beispiele des Bollywood-Films vorstellte und so einer breiteren europäischen Öffentlichkeit zugänglich machte
Folgende Filme stehen auf dem Programm:
Charachar - Der Vogelfänger
Indian Love Story
Lagaan
Monsoon Wedding
Samsara
Slumdog Millionär
Water
Focus Indien:
im Kino de France, von 26. Juni bis 2. Juli
Che: Revolucion
Bei den Filmfestspielen in Cannes 2008 wurde Steven Soderberghs monumentales Epos noch in einem Stück aufgefuehrt. Jetzt kommt der Film in zwei Teilen in die Kinos. Teil eins ("Revolución") folgt den Ereignissen in Kuba von 1956 bis Anfang der 60er-Jahre, beginnend mit der Ankunft der Revolutionaere unter der Fuehrung Fidel Castros. Mit dabei ist der Argentinier Ernesto "Che" Guevara, der vom Feldarzt zum "Comandante" aufsteigt.
Regie: Steven Soderbergh, USA/F/Spanien 2008 span.
OmU ab 12. Juni im VOTIVKINO