Afrika braucht Hilfe in Form von Ausbildung!

Ausbildung hat große Bedeutung für die Entwicklung Afrikas

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise treffen die sogenannten Entwicklungsländer am Härtesten. "Ausbleibende finanzielle Unterstützung und Förderungen, auch durch die EU-Staaten, gefährden besonders die Zukunftschancen junger Menschen", zeigt sich Jugend Eine Welt Geschäftsführer Reinhard Heiserer besorgt.

Partner des entwicklungspolitischen Hilfswerks in Ghana beispielsweise befürchten die Schließung von Don Bosco Berufsbildungszentren, wenn öffentliche und/oder private Förderungen ausbleiben.

Anlässlich des Afrikatages am 25. Mai erinnert Jugend Eine Welt daran, wie wichtig Ausbildung für die Entwicklung Afrikas ist – und wie notwendig es ist sie zu unterstützen.

"Afrika braucht Hilfe in Form von Ausbildung! Denn jede Investition in die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen ist eine Investition in die Zukunft!"

sagt einer, der es wissen muss. Der Jugend Eine Welt Partner Br. Günter Mayer ist seit 1997 in Ghana tätig. Der gebürtige Hörschinger (Oberösterreich) half beim Aufbau mehrerer Berufsausbildungszentren in dem westafrikanischen Staat. Seit vier Jahren kümmert er sich als Provinzökonom um die Finanzen der Salesianer Don Boscos in den Ländern Ghana, Sierra Leone, Liberia und Nigeria.

In den ghanaischen Städten Sunyani und Ashaiman haben die Salesianer Don Boscos zwei gut funktionierende Berufsausbildungszentren mit sechs Ausbildungszweigen aufgebaut. Über 1.200 Schülerinnen und Schüler werden dort unterrichtet.

Diese Schulen sind für diese jungen Menschen oft die einzige Möglichkeit eine Ausbildung zu machen und in weiterer Folge einen Beruf auszuüben.

"In Ghana leben etwa 44 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze", erklärt Reinhard Heiserer: "Eine Ausbildung an einer staatlichen oder privaten Schule ist ein enormer finanzieller Aufwand, den viele Familien einfach nicht aufbringen können. In den Don Bosco Berufsbildungszentren erhalten die meisten SchülerInnen ein Stipendium."

In vielen westafrikanischen Ländern werden Berufsschulen nicht vom Staat unterstützt und sind auf Grund von Kosten für Maschinen, Material, Elektrizität, Gehälter und Stipendien usw. sehr teuer. Reinhard Heiserer erklärt: "Die laufenden Kosten für die Schule etwa in Ashaiman betragen 60.000,- Euro pro Jahr. Wenn sich dafür 2009 keine Mittel finden, dann wird im nächsten Jahr dieses Berufsausbildungszentrum schließen müssen."

Berufsausbildungszentren wie die der Salesianer Don Boscos in Ghana sind wichtig, auch im Sinne des Erreichens der von der UN gesteckten Millennium-Entwicklungsziele.

"Junge Menschen bilden das Fundament einer zukunftsfähigen Gesellschaft", so Heiserer: "Sie gilt es zu unterstützen."

Afrikatag

Jedes Jahr erinnert der Afrika-Tag am 25. Mai an die Gründung der Organisation der Afrikanischen Einheit (OAU) im Jahr 1963. Der Tag steht für die Gemeinschaft des Kontinents und den Willen aktiv dessen Zukunft zu gestalten.

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