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Notruf aus Sri Lanka

Salesianer Don Boscos betreuen ehemalige Kindersoldaten

7. Mai 2009 - Während der Belagerungsring um die tamilischen Rebellen im Nordosten Sri Lankas immer enger wird, hat die Regierung Sri Lankas die Ordensprovinz der Salesianer Don Boscos gebeten 400 bis 500 gefangene tamilische Kindersoldaten aufzunehmen.

Die Jugend Eine Welt-Partner haben sich dazu bereit erklärt. "Die Jugendlichen werden ansonsten wie Kriegsgefangene behandelt", so P. Anthony Pinto SDB.

Angesichts der katastrophalen humanitären Lage brauchen die Salesinare Don Boscos auf Sri Lanka dringend finanzielle Unterstützung.

"Die meisten der 17 Einrichtungen, die die Salesinaer auf Sri Lanka betreiben sind bereits überbelegt," so Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt: "Die größte Herausforderung besteht jetzt darin, die notwendigen Ressourcen zu schaffen, um weiteren hunderten - oder sogar tausenden - Jugendlichen die Hilfe zu ermöglichen, die sie so dringend brauchen."

In den Heimen und Ausbildungszentren der Salesianer Don Boscos leben tausende ehemaliger Straßenkinder, Aidswaisen und sexuell missbrauchter Kinder – unabhängig von ihrer Religion, Kaste oder Kultur. Seit 1996 werden auch ehemalige Kindersoldaten betreut: "Sie erhalten eine neue Identität, um sie vor Repressalien und Diskriminierungen zu schützen", berichtet Reinhard Heiserer. In allen Einrichtungen der Salesianer Don Boscos auf Sri Lanka wachsen Kinder aus den verfeindeten Volksgruppen gemeinsam auf.

"Interkulturelle Spannungen hat es in den Einrichtungen, laut unserer Partner, nie gegeben", sagt Heiserer: "Unsere Partner leisten so einen wertvollen Beitrag zur Schaffung von Toleranz und Friedenserziehung."

"Die Situation für die Flüchtlinge ist dramatisch!"

Der ethnisch-religiöse Konflikt zwischen Tamilen und Singhalesen auf Sri Lanka findet keine Ruhe. Seit Ende letzten Jahres herrschen wieder blutige Kämpfe, vor allem im Nordosten der Insel. Opfer sind die unschuldigen ZivilistInnen.

Laut Angaben der UN kamen mindestens 2.800 von ihnen ums Leben.

100.000 Menschen sind auf der Flucht. Sie sind, bepackt mit dem Wenigen, das sie mitnehmen konnten, zu Fuß, schwimmend oder in Booten vor der Rebellengruppe Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) geflüchtet.

"Wenn man der Regierung Glauben schenken darf, wird der Krieg in Sri Lanka schon bald zu Ende sein. Doch Fakt bleibt, dass die tausenden Binnenflüchtlinge, die wegen der Unruhen ihre Dörfer erlassen haben, dringend Hilfe brauchen", schreibt der Jugend Eine Welt-Partner Br. Gabriel Garniga SDB aus Sri Lanka: "Ihre Situation ist dramatisch! Es gibt weder genügend Lebensmittel noch medizinische Versorgung. Die Menschen sind momentan behelfsmäßig untergebracht. Wann sie nach Hause zurück kehren können ist unklar. Wir sorgen uns insbesondere um die Flüchtlingskinder. Sie brauchen Hilfe!"

Die Salesianer Don Boscos betreiben in Murunkan, im Norden Sri Lankas, ein Internat, das Platz für 300 Kinder bietet. Sie planen zusätzlich mindestens 100 Flüchtlingskinder im Internat unterzubringen. "Bei uns haben die Kinder ein Bett zum Schlafen, bekommen täglich drei Mahlzeiten, saubere Kleider und wenn nötig auch medizinische Versorgung." Damit diese Hilfe möglich ist, brauchen die Salesianer Don Boscos Unterstützung: "Diese Kinder haben alles verloren. Keiner weiß, wann sie wieder zurück in ihre Dörfer können. Mit ihrer Hilfe können wir ihnen ein Zuhause geben!"

Jugend Eine Welt fördert seit dem Jahr 2000 Projekte in Sri Lanka. Nach dem verheerenden Tsunami zu Weihnachten 2004 leistete Jugend Eine Welt sofort Nothilfe und unterstützt bis heute den Wiederaufbau auf der Insel.

Unterstützen Sie bitte die Menschen in Sri Lanka!

Spendenkonto PSK 92.083.767, BLZ 60.000

Kennwort: Sri Lanka

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