
"Während der letzten beiden Monate, März und April, wurde den Binnenflüchtlingen, die wir im Zentrum aufgenommenen haben, geholfen, in ihre Dörfer zurück zu kehren. Im Zentrum bleiben die Kinder, deren Familien nicht gefunden wurden und 986 Flüchtlingskinder, die hier die Schule besuchen.
In einigen Konfliktgebieten gibt es immer noch starke Flüchtlingsströme innerhalb der Bevölkerung. Massaker, Gewalt, Raubüberfälle sind in bestimmten Gegenden an der Tagesordnung. Für Flüchtlinge aus diesen Gebieten wäre eine Rückkehr noch mit zu großer Gefahr verbunden.
Diese Kinder und Familien bekommen ihre täglichen Mahlzeiten, sie werden medizinisch versorgt, erhalten Kleider und sonstige notwendige Dinge des täglichen Lebens.
Den Transport der Menschen in ihre Heimatdörfer haben wir mit finanzieller Unterstützung von Organisationen aus dem Ausland organisiert. Dafür wurden Lastwägen gemietet, außerdem konnten wir die Menschen mit Lebensmitteln und einer Grundausstattung für die erste Zeit versorgen. Nun besteht ein dringender Bedarf, die Menschen beim Wiederaufbau ihrer Häuser und bei ernährungssichernden Aktivitäten zu unterstützen.
Außerdem bemüht sich das Don Bosco Zentrum darum, das die Kinder die nach Hause zurück gekehrt sind, weiter Schulunterricht bekommen. Dies gestaltet sich schwierig, da der Großteil der Schulen zerstört oder geplündert wurde. Zusätzlich werden die LehrerInnen nicht vom Staat bezahlt, den Eltern, die alles verloren haben, fehlen auch die nötigen Mittel um für das Schulgeld ihrer Kinder aufkommen zu können. Das Don Bosco Zentrum unterstützt die Schulen soweit als möglich finanziell, sodass Schulmaterialien besorgt und LehrerInnen bezahlt werden können."
Goma, April 2009