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Ein Zuhause für 60 Mädchen

Mädchenheim in Ashaiman feierlich eröffnet

Am 31. 01. 2009 wurde das Mädchenheim auf dem Gelände des Don Bosco Berufsausbildungszentrums in Ashaiman, Ghana feierlich eröffnet. Erzbischof Charles Palmer-Buckle hat die neuen Räumlichkeiten gesegnet.

Besonderer Dank gilt der Österreichischen Stiftung "Vita Activa" die den Bau durch ihre finanzielle Unterstützung mit ermöglicht hat.

Durch das Heim wurde für benachteiligte Mädchen, Schülerinnen am Don Bosco Berufsausbildungszentrum, eine Schlaf- und Wohnmöglichkeit geschaffen. "Viele der Schülerinnen wohnten bei Freunden oder Verwandten in der Stadt in derart miserablen Verhältnissen, dass es für sie nahezu unmöglich war, ihre Ausbildung ernsthaft zu absolvieren. Häufig werden die Mädchen auch Opfer von Missbrauch und Gewalt. Es bestand daher ein dringender Bedarf, Schlafräume für die Mädchen zu errichten, damit sie ihre Studien in einer angenehmen Lernatmosphäre erfolgreich abschließen können.", erklärt Br. Günter Mayer SDB. Der Salesianer Don Boscos und gebürtige Oberösterreicher ist seit mehr als zehn Jahren in Ghana tätig und seitdem Partner von Jugend Eine Welt.

Weiters dient das Mädchenheim als Anlaufstelle für missbrauchte, traumatisierte und vertriebene Mädchen. Sie sollen dort eine vorübergehende, sichere Unterkunft finden, während die Salesianer eine geeignete dauerhafte Lösung für die Mädchen suchen.

Die Salesianer Don Bosco setzen sich sehr für die Ausbildung von Mädchen aus armen Familienverhältnissen ein und möchten ihnen die Möglichkeit zu einer soliden Ausbildung am Don Bosco Trainings Centre geben. Die Mädchen sollen dort die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten erhalten, um einen würdigen Platz in der Gesellschaft einnehmen zu können.

"Frauen spielen eine zentrale Rolle in der Familie und der Gesellschaft der lokalen Kultur. Dennoch haben Mädchen nur geringe, oft überhaupt keine, Chancen auf Ausbildung, " erklärt Br. Günter Mayer: "Nach der Volksschule hören viele mit der Schule auf und bleiben zu Hause, um ihren Familien bei der Arbeit zu helfen. Der Mangel an Perspektive führt leider oft dazu das Mädchen ihren Lebensunterhalt auf der Straße verdienen. Das hat vielfach Schwangerschaften und, oder Geschlechtskrankheiten zur Folge."

Das "Don Bosco Technical Institute" startete seine Tätigkeit 1999. Von Beginn an wollten die Salesianer den ärmsten Schülern eine Wohnmöglichkeit geben. Am Anfang schliefen die Knaben in den noch unfertigen Klassenräumen. Später konnten mit Hilfe von Spenden zwei Schlafsäle für 75 Studenten gebaut werden. Diese Einrichtungen schufen für die Kinder ein angenehmes Lernumfeld, um ihre Studien erfolgreich durchführen zu können. Die Anzahl der Schüler, die mehrheitlich aus sehr armen Verhältnissen stammen oder überhaupt auf der Straße lebten, steigt rasch.


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