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Missionsjubiläen


Sr. Maria Wachtler ist seit mehr als 40 Jahren in Venezuela, am Oberen Orinoco, im Einsatz. Die salesianische Präsenz in Venezuela feierte im Jahr 2007 ihr 50-jähriges Bestehen.

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Venezuela: Zweisprachige Bildung für die Yanomami

Schwester Maria Wachtler lebt seit mehr als 40 Jahren bei den Yanomami am Oberen Orinoco. Gemeinsam mit anderen Salesianern hat Maria Wachtler hier im Regenwald ein funktionierendes Unterrichtssystem aufgebaut und auch die medizinische Grundversorgung ist gewährleistet.

Das Leben im Urwald…
Die Yanomami Indianer leben in Alto Orinoco, einem Urwaldgebiet zwischen Venezuela und Brasilien. Sie sind ein Naturvolk mir uralten Mythen und Riten und einer ganz eigenen Kultur. Heute stehen sie jedoch vor der großen Herausforderung, da das moderne Leben immer näher rückt. Als Jäger und Sammler waren sie seit jeher ein halbnomadisches Leben gewöhnt. Nun müssen sie jedoch sesshaft werden und können ihren Lebensunterhalt nicht mehr mit der Jagd bestreiten. Sie leiden an Mangelernährung sowie an Magen- und Darmerkrankungen durch verschmutztes Wasser. Eingeschleppte Erkrankungen breiten sich oft wie Epidemien aus.

Kampf um Anerkennung und Gerechtigkeit
Im Alter von 30 Jahren reist Sr. Wachtler zu den Yanomami nach Venezuela um als Missionarin zu arbeiten und im Gesundheits- und Bildungswesen mitzuhelfen. Sie bekämpft Malaria und andere gefährliche Krankheiten und schafft ein weit reichendes Netz der Kommunikation und Versorgung. Als Sprecherin für die Yanomami verteidigt sie deren Rechte. Ihr Anliegen ist es, die Yanomami auf die Gefahren der Außenwelt, von der sie Jahrhunderte lang abgeschnitten waren, vorzubereiten.

Eine außergewöhnliche Frau wird geehrt
Die Don Bosco Schwester Maria Wachtler und weithin bekannte Missionarin rettete mit ihren Maßnahmen für Gesundheit und Bildung tausenden Menschen das Leben. Für ihr Wirken erhielt sie bereits mehrere Auszeichnungen, darunter der „Erzbischof Oscar Romero-Preis“ der Katholischen Männerbewegung Österreichs 1996. Im Jahr 1990 brachte sie gemeinsam mit Prof. Franz Buchberger das Buch „Die Caobabäume sind gewachsen“ über ihr Leben mit den Yanomami heraus, das bereits in der dritten Auflage vergriffen ist. Der Staat Venezuela ehrte sie im Jahr 1988 mit einer Briefmarke.

Interkulturelle und bilinguale Bildung!
Jugend Eine Welt unterstützt seit Jahren die Arbeit der Don Bosco Schwestern mit den Yanomami. Nun steht diese Arbeit vor einer weiteren Hürde, die die Hilfe von Jugend Eine Welt ein  weiteres Mal erfordert. Die politische Situation in Venezuela ist sehr instabil, so dass das letzte Projekt- der Bau einer Schule für die Yanomami- nicht zu Ende gebracht werden konnte. Diese Schule basiert auf einem interkulturellen, bilingualen Konzept, welches die Bildung der Yanomami fördern und gleichzeitig ihnen einen bewussten Blick auf das westliche Leben bieten soll. Es ist wichtig, dass das Volk der Yanomomi lernt, bewusst mit den Traditionen und Gefahren der modernen Welt umzugehen, um ihre eigene Kultur besser schützen zu können.

„Ob es uns gefällt oder nicht, aber die Yanomami kommen immer öfter in Kontakt mit anderen Menschen, nicht nur mit uns Missionare“, sagt Schwester Maria. Bitte helfen auch Sie mit, damit Das Volk und die Kultur der Yanomami eine Chance auf Integrität und Schutz hat!


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