
Das Leben der Kinder und Jugendlichen gestalten anstatt es wegzuwerfen – nach diesem Grundsatz arbeiten die Salesianer Don Boscos in Kooperation mit Jugend Eine Welt in sechs Armenvierteln Tijuanas. Schon bevor junge Menschen in die Fänge des Teufelskreises von Gewalt und Drogen gelangen, wird ihnen mit Fußball, Bildung und Freizeitgestaltung eine präventive und ganzheitliche Hilfe geboten.
Das Gesicht der Armut
An der Nordgrenze Lateinamerikas befindet sich die Stadt Tijuana. Die Nähe zur USA und die Hoffnung auf Arbeit und ein besseres Leben locken jährlich zehntausende MigrantInnen nach Tijuana. Das Gesicht der Armut in Tijuana ist ein junges – denn besonders die Kinder und Jugendlichen sind die Leidtragenden der sozialen Situation. Wer von ihnen keine Schulbildung hat, hat auch keinen Tagesplan, keine Aufgaben und später auch keinen Arbeitsplatz. Langeweile und Ziellosigkeit bestimmen den Alltag, die Freizeit auf der Straße macht schnell mit Suchtmitteln und Drogen bekannt.
Fußball: Das Leben gestalten mit dem besseren Kick
Für allzu viele Kinder beginnt so eine Teufelsspirale der Perspektivenlosigkeit schon in jungen Jahren. Die Zentren der Salesianer Don Boscos sind für viele dieser Kinder die einzige Möglichkeit doch eine Schulausbildung zu erhalten und so dem vermeintlich vorbestimmten Weg ohne Zukunftschance zu entrinnen. Der Ball wird hier zum pädagogischen Mittel eingesetzt: Gerechtigkeit und Teamgeist sind die Grundregeln im Spiel, Gewaltverzicht und der freundschaftliche Umgang werden in den Trainings besonders hochgehalten. Diese Werte bilden Grundhaltungen, auf denen aufgebaut werden kann.
Gemeinschaftssinn, Bildung und Spiel
Sechs Zentren für Kinder und Jugendliche bilden die Basis für diese Arbeit, in denen Fußball eine ganz zentrale Rolle spielt. Immerhin war ein Fußballplatz das Erste, das der Bevölkerung zur Verfügung gestellt wurde. 15 bis 20 Kinder-Fußballmannschaften werden in jedem der sechs Zentren betreut. Nach jedem Spieltag beratschlagt das Team über das Verhalten von Kindern und Jugendlichen. Zusätzlich wird der Gemeinschaftssinn mit Ausflügen und Festen gefördert bzw. durch weitere Bildungsprogramme eine hoffnungsvollere Zukunft ermöglicht.
Padre Alejandro Martinez, der Leiter des Proyecto Salesiano Tijuana, berichtet begeistert von seinem Traum: “Wir kämpfen gegen das Klima der Hoffnungslosigkeit in Tijuana. Mit Fußball begeistern wir die Jugend und bereiten für sie durch unsere Schulen, Kurse und Bildungsangebote den Weg für eine bessere Zukunft!
Helfen auch Sie den Kindern eine hoffnungsvolle Zukunft mit Spiel, Spaß und Bildung zu erreichen!