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Ecuador: Zirkus an der Straßenkreuzung

Kreativität und Interessen von Straßenkindern fördern

Mehr als 50% der Jugendlichen im Ecuador im Alter zwischen 10 und 17 Jahren arbeiten und tragen damit zum Familieneinkommen bei. Ihre Welt ist geprägt von unsteten Familienverhältnissen, Alkohol und Gewalt. Das Durchschnittseinkommen armer Familien - Eltern und meist drei Kinder - liegt bei 150 $ pro Monat. Anstatt zur Schule zu gehen, werden sie auf die Straße geschickt, um dort als Schuhputzer, Autowäscher, Verkäufer von Süßigkeiten oder sogar Lastenträger am Markt oder am Bahnhof zu arbeiten.

"Chicos de la calle" ist ein Platz der Hoffnung

Seit die Salesianer Don Boscos im Jahr 1980 in der Hauptstadt Quito das Programm "Chicos de la calle" (Buben und Mädchen der Straße) begonnen haben, hat sich viel für die Straßenkinder verbessert. Seither gibt es einen sicheren Platz für insgesamt 350 Buben und Mädchen zum Schlafen, Essen, medizinische Versorgung um Unterstützung bei sozialen Problemen. Nachhilfe Programme erleichtern den Einstieg oder die Rückkehr in die Schule und mithilfe von Spielen und sinnvollen Angeboten für die Freizeitgestaltung werden den sechs- bis 17-jährigen nie da gewesene Perspektiven eröffnet.

Kreativität fördern durch Jonglieren, Artistik und Tanz

Durch die intensive Arbeit der Salesianer mit den Straßenkindern wurde die Notwendigkeit sichtbar, die Kreativität der jungen Menschen zu fördern. Daraus ist der Zirkus auf der Straßenkreuzung entstanden. Ein Projekt, das den Unterricht in Jongliertechniken und artistischen Darbietungen gefördert hat. Meist haben sich die Kinder untereinander Dinge gezeigt, manchmal kam ein Volontär um ihnen wieder etwas bei zu bringen. Nun sind diese Aktivitäten so weit gediehen, dass eine fixe Gruppe mit einem regelmäßigen Angebot gegründet werden soll. Im Jahr 2004 hat eine kleine Gruppe älterer Jugendlicher begonnen, eine Salza-Gruppe zu gründen und musikalisch-tänzerische Darbietungen einzustudieren.

Daneben gibt es auch zwei klassische Tanzgruppen, eine die andinen Tanz macht, die andere mit Marimba-Tänzen aus der Küstenregion Ecuadors.

Der Weg zur Artistenschule

Folgende Schritte müssen gesetzt werden, um die Artistenschule institutionell zu festigen:

  • Schaffung und Adaptierung von Räumlichkeiten für die Artistenschule
  • Stärkung und Organisation der kreativen Kinder und Jugendlichen durch die Schaffung von Möglichkeiten, wo sie ihre Talente vertiefen und vorzeigen können sowie vertragliche Anstellung von Instruktoren
  • Entwicklung von persönlichkeitsfördernden Programmen, gruppendynamische Einheiten und Aufbau einer eigenen Identität.

Die Artistenschule kann im Straßenkinderzentrum der Salesianer „Mi Caleta“ untergebracht werden. Dort können die Kinder eine warme Mahlzeit bekommen, sie können ihre Hausaufgaben machen, mit den Erziehern spielen und soziale Betreuung in Anspruch nehmen.

Bessere Lebensqualität für Straßenkinder

Durch das Projekt "Zirkus auf der Straßenkreuzung" soll eine Verbesserung der Lebensqualität sowie der Bildung Chancen für Kinder und Jugendliche und deren Familie aus dem Straßenkinder Programm in Quito erzielt werden. Die Kinder und Jugendlichen sollen eine qualitativ gute und regelmäßige Ausbildung in künstlerisch-sportlichen Bereich erhalten.

Für das Training der Kinder und Jugendlichen sind 4 ausgebildete Trainer/innen verantwortlich.

Für den Kauf von Musikinstrumenten, Musikanlagen, Jonglierutensilien ebenso wie die Adaptierung der Räumlichkeiten – mit freundlicher Farbe, großen Spiegeln und Elementen zur Verbesserung der Akustik benötigen wir dringend Ihre Unterstützung!

Unterstützen Sie bitte den Aufbau der Artistenschule!

 

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