Junín de los Andes ist eine kleine Stadt im Westen Argentiniens auf der Patagonischen Hochebene. Die Zone gehört zur Vorkordillere und ist am Ostabfall der Anden gelegen. Das Klima ist kalt, sehr windig, im Winter gibt es häufigen Schneefall.
Die Bevölkerung ist zu einem hohen Prozentsatz von der Ethnie der Mapuche geprägt. Die Mapuche-Indianer leben hauptsächlich von kleinen landwirtschaftlichen Betrieben. Durch die bis heute andauernde jahrzehntelange Vertreibung der Mapuche aus ihrem ursprünglichen Lebensraum kamen sie in immer trockenere Gegenden. Neben der Landwirtschaft sind die Mapuche für ihr großes handwerkliches Geschick bekannt. Sie stellen verschiedene Produkte aus Holz, Keramik u. a. her, die überwiegend an Touristen verkauft werden.
Seit 100 Jahren bietet die Schule „Laura Vicuña“ jungen Mapuche-Mädchen die Möglichkeit hier zu leben und zu studieren. Die Schule ist zu einem großen Ausbildungszentrum gewachsen mit mehreren Schulstufen sowie einem Heim. Vor allem die technische Handwerksschule und das Heim werden von den Mädchen genutzt, die von weiter weg kommen. Sie hätten keine Möglichkeit, anderswo eine Ausbildung zu bekommen und ein Handwerk zu erlernen. Diese Mädchen werden alle gratis in der Schule aufgenommen.
Die Schülerinnen bekommen in der Schule „Laura Vicuña“ Unterkunft, Verpflegung, Kleidung und alles was eine junge Frau zum Leben und Studieren braucht. Das Internat bietet Platz für 90 Schülerinnen, doch jedes Jahr bleiben bis zu 20 Mädchen auf der Warteliste. Die ärmsten werden bevorzugt aufgenommen, da sie nichts anders als die Schule haben.
Die technische Handwerksschule „Laura Vicuña“ bietet eine qualifizierte Ausbildung in fachlicher Hinsicht. Daneben werden sie auf den Arbeitsmarkt sehr gut vorbereitet und können eine Ausbildung in Pädagogik anschließen, um als Werklehrerinnen unterrichten zu können. Folgende Fächer gehören zum Unterricht: Weben, Nähen, Tischlerei, Keramik und Siebdruck.
Unterstützen Sie das Ausbildungszentrum für Mädchen in Junín de los Andes!