
Im Mai 2002 wurde Timor-Leste (Ost Timor) nach etwa 450 Jahren Fremdherrschaft als weltweit jüngster Staat unabhängig und völkerrechtlich anerkannt. Ost Timor ist das ärmste Land Asiens und eines der ärmsten Länder der Welt. Etwa 40% muss mit einem Pro-Kopf Einkommen von weniger als 0,55 Dollar pro Tag auskommen!
Ein knappes Jahrtausend unter Fremdherrschaft!
Das Land Ost Timor befand sich mehrere hundert Jahre unter portugiesischer Kolonialherrschaft, 24 Jahre lang unter der Herrschaft von Indonesien sowie drei Jahre unter UN-Verwaltung. Nach einem Referendum zur Unabhängigkeit im Jahr 1999 und dem Rückzug Indonesiens kam es durch verschiedene militante, pro-indonesische Gruppen zu organisierten Gewaltakten mit verheerenden Auswirkungen. Etwa 75% der Bevölkerung wurde vertrieben, mehr als 70% aller wurden niedergebrannt und zerstört. Heute leben etwa 930.000 Menschen in Timor- Leste.
Finanzielle Unterstützung der UN
Die Salesianer Don Boscos betreiben in Timor-Leste insgesamt 88 Schulen mit mehr als 15.000 SchülerInnen – mehr als 15% aller Schulen des Landes werden von den Salesianern Don Boscos geleitet, in der Provinz Baucau sogar mehr als 75%. Während der Zeit der UN- Verwaltung wurden auch die Bildungseinrichtungen der Salesianer Don Bosco finanziell von den Vereinten Nationen unterstützt. Durch die Unabhängigkeit von Timor-Leste im Jahr 2002 wurde diese Hilfe jedoch eingestellt und die Bildungsagenden der neuen politischen Führung des Landes übertragen.
Am Weg zu Eigenständigkeit…
Aufgrund dem nur langsam vorankommenden wirtschaftlichen Aufschwung in Ost Timor ist die Regierung jedoch derzeit nicht in der Lage, neben den Erhalt der öffentlichen Bildungseinrichtungen, auch noch eine Förderung und Finanzierung der privaten Schulen zu leisten. Zudem werden in den Schulen der Salesianer fast ausschließlich Kinder aus armen Verhältnissen betreut und ausgebildet, ein finanzieller Erhalt durch Schulgelder ist somit aufgrund der finanziellen Situation vieler Eltern ausgeschlossen. Die Schulen der Salesianer Don Boscos sind daher akut von der Schließung bedroht!
Kurz- und mittelfristige Hilfe wird benötigt!
Bereits unmittelbar nach der Unabhängigkeit im Jahr 2002 wurde von der Regierung in Ost Timor damit begonnen, ein neues Konzept für den Bildungsbereich zu erarbeiten. Langfristig ist daher eine Förderung der Schulen durch die Regierung von Ost Timor möglich, entsprechende Gespräche diesbezüglich zwischen Salesianern und Regierung sind auch bereits im Laufen. Mit einem zufrieden stellenden Ergebnis und einer öffentlichen Förderung ist jedoch vermutlich erst in etwa 2-3 Jahren zu rechnen.
Um daher kurz- und mittelfristig die Schulen der Salesianer zu erhalten – und dadurch auch ihren langfristigen Bestand zu sichern – bittet Jugend Eine Welt um finanzielle Unterstützung. Bitte helfen Sie mit!