
Grundschulbildung, Gesundheitskurse, Begleitung in Landwirtschaft und Tierhaltung sowie Alphabetisierungsprogramme eröffnen für die Volksgruppe der Santal neue Perspektiven aus der Armut. Die Lebensbedingungen von über 1000 Familien werden durch dieses umfassende Entwicklungsprogramm verbessert das vorerst als Pilotprojekt in 5 Dörfern durchgeführt wird.
Das kastenlose Volk
Die UNO zählt Nepal zu den ärmsten Ländern der Welt. Das hier ansässige Volk der Santal ist ein uraltes Volk, das ursprünglich wahrscheinlich aus Mesopotamien stammt und über Indien auch nach Nepal eingewandert ist. Sie sind zwar großteils nepalesische Staatsbürger, aber eine sehr kleine Minderheit, kastenlos und somit Dalit, Unberührbare.
Bildung als dringendstes Bedürfnis
Seit Herbst 2000 wird in den 5 Dörfern um Sirsia, im Südosten des Landes, ein Mehrzweckgebäude als Schule genutzt. Mittlerweile wurde daneben mit einem von der Austrian Development Agency unterstützten Jugend Eine Welt - Programm u. a. ein eigenes Schulgebäude errichtet, wo derzeit 305 Kinder aus ärmsten Verhältnissen von sechs Lehrern in einer Nepali Medium School in den ersten 6 Schulstufen unterrichtet werden. Im April 2006 begann das neue Schuljahr in dem wieder 1 Schulstufe aufgestockt wurde. Die 7. Schulstufe wird auch in Landwirtschaft unterrichtet, da dies der Haupterwerbszweig der Bevölkerung ist.
Eigeninitiative der lokalen Jugend
Im alten Schulgebäude treffen sich auch regelmäßig Jugendliche mit dem Ziel Analphabetentum, Alkoholismus und Abergläubigkeit zu bekämpfen. Hilfreich ist dabei eine seit 2002 bestehende Kulturgruppe, die die oben genannten Missstände vor allem mit beliebten Straßenspielen aufzeigt und zu Engagement anregt.
Erfolgreiche Zusammenarbeit
Die Schaffung eines besseren Bildungsangebots ist nur ein Teil des ländlichen Entwicklungsprogramms für die Santal, das Jugend Eine Welt und die staatliche Österreichische Entwicklungszusammenarbeit finanzieren. Dabei wird integral in folgenden prioritären Bereichen gearbeitet: Gesundheit, Tierhaltung und Landwirtschaft, Erziehung und Schulbildung, Erwachsenen-Alphabetisierung.
Unter schwierigen politischen Verhältnissen
Unberechenbar bleiben jedoch weiterhin die politischen Wirren, auch wenn derzeit sowohl die regierung, als auch die Maoisten dem Don Bosco- Engagement in Sirsia sehr positiv gegenüberstehen. Die Salesianer sind mittlerweile die einzigen die in diesem Gebiet noch Entwicklungsarbeit leisten.
Helfen auch Sie, den Santal durch Bildung neue Perspektiven zu eröffnen! Ihre Spende für dieses Projekt zählt vierfach!
Dieses Projekt wird zu 3/4 aus Mitteln der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit ergänzt, wenn Jugend Eine Welt 1/4 der Summe aufbringen kann!