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Indien: Ländliche Entwicklung und ganzheitliche Förderung der Mising in Dimapur

Im Gegensatz zum Rest von Indien ist der Nordosten am dünnsten besiedelt und am stärksten unterentwickelt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung setzt sich aus 357 verschiedenen indigenen Gruppen zusammen, von denen die meisten in großer Armut und Ausgrenzung leben.

Enge Kooperation
Der Hauptstandort des vorliegenden Projekts ist Sadiya im Norden von Assam gelegen. Seit etwa 7 Jahren arbeiten die Salesianer spezifisch an einer Förderung der  Mising und kennen deren Kultur und Traditionen gut. Die Mising vertrauen den Salesianern und ihren Mitarbeitern und die Zusammenarbeit verläuft sehr erfolgreich.

Ein starker Familien- und Gemeinschaftssinn
Die Mising leben hauptsächlich in Dorfgemeinschaften und von der Landwirtschaft, die allerdings mit veralteten Methoden betrieben wird. Unter den Mising herrscht ein starker Gemeinschaftssinn und Hilfsbereitschaft vor, so dass Feldarbeit, Hausbau und andere Aufgaben oft familienübergreifend erledigt werden. Dies führt dazu, dass andere (moderne) Berufe oder gar die berufliche Selbständigkeit sich bei den Mising nur schwer durchsetzen.

Die eigene kulturelle Identität aufgeben
Ausgrenzung und Benachteiligung der Mising haben zur Folge, dass viele Stammesmitglieder versuchen, sich an die Bevölkerungsmehrheit der Assamesen anzupassen. Sie geben ihre kulturelle Identität auf, da diese von den anderen Volksgruppen als minderwertig und ungebildet angesehen wird. Durch diese Ausgrenzung entsteht auch eine große Unterbeschäftigung bzw. Arbeitslosigkeit, wodurch in weiterer Folge ein Abgleiten in Kriminalität oder Radikalisierung droht.

Förderung von Kultur und Bildung!
Das übergeordnete Ziel des Projekts ist eine ganzheitliche, nachhaltige Entwicklung und Förderung des Mising- Stammes. Die Salesianer Don Boscos wollen den Mising dabei helfen, in einer modernen Welt zu leben und gleichzeitig ihre eigne Kultur und Tradition zu erhalten. Konkretes Ziel dabei ist der Bau und die Ausstattung von zwei beruflichen Ausbildungs-zentren in Sadiya und Dergaon, um pro Jahr 40 jungen Mising eine qualifizierte berufliche Ausbildung zu ermöglichen.

Schritt für Schritt in die Zukunft…
Nach Abschluss der Ausbildung erhalten die Jugendlichen eine Existenzgründungsbeihilfe, damit sie langfristig ihren eigenen Unterhalt und den ihrer Familien erwirtschaften können. Als Gegenleistung verpflichten sie sich für mehrere Jahre als Jugendleiter in ihre Dörfer zurück zu kehren und dort die Gründung von  Selbsthilfe- und Frauengruppen einzuleiten, Hygieneerziehung und andere Kurse durchzuführen. Dies wird einen langfristigen positiven Entwicklungsprozess in den Dörfern einleiten.

Jugend Eine Welt unterstützt dieses Projekt, damit die Starthilfe zur Selbsthilfe gegeben ist. Bitte helfen auch Sie mit, damit das Volk der Mising langfristig eine Chance auf Entwicklung und Chancengleichheit hat!

 

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