Sr. Johanna Denifl, Don Bosco Schwester aus Fulpmes in Tirol, war zwei Jahre in der Elfenbeinküste im Einsatz. Ab September 2008 war die zur Tropenmedizinerin ausgebildete Sr. Hanni in Bamako-Niamana als Internatsleiterin im entstehenden Schulkomplex der Don Bosco Schwestern tätig. Mittlerweile ist Sr. Hanni in Benin tätig.
"Ein neuer Ruf ertönt aus dem Wüstenstaat Mali. In wenigen Tagen ist es soweit und ich werde mich von Duekoué/Elfenbeinküste verabschieden und mich nach Mali, in die Hauptstadt Bamako, genauer gesagt 20 km östlich davon, in die im Aufbau befindliche Missionsstation der Don Bosco Schwestern, am Dorfrand Nyamanas gelegen, aufmachen," schrieb Sr. Hanni an ihre Freundinnen und Freunde.
"Meine Aufgaben in unserer Missionsstation mit Kindergarten, Schule, Internat, Frauenförderung und Pastoralarbeit ist in erster Linie die Betreuung der Internatsmädchen, Erledigung der Einkäufe, Buchhaltung, Unterricht in Gesundheitspflege, Besuche in Familien ..."
Der Gesundheits- und Bildungssektor sind davon besonders stark betroffen. Die Qualität der Ausbildung ist aufgrund schlechter Ausbildung der Lehrer, niedrigem Einkommen, Korruption etc. sehr niedrig, weshalb die Don Bosco Schwestern großen Bedarf sehen, sich verstärkt um die Ausbildung der jungen Menschen, vor allem der Mädchen, zu kümmern, damit sie eigenständig zur Verbesserung ihrer Lebenssituation beitragen können.
Das Dorf Niamana (circa 1.300 Einwohner, hauptsächlich Peul und Bambara) ist ungefähr 20 km von der Hauptstadt Bamako entfernt und ländlich geprägt. Das Dorf ist noch ohne Strom, das Wasser wird aus Brunnen gewonnen, die in der Trockenzeit austrocknen. Dann gehen die Menschen mit Eselskarren voll von Kanistern in einem mehrere Kilometer weit entfernten Stadtbrunnen Wasser holen.
Auf dem 5 ha großen Missionsgelände gibt es ein Internat, ein kleines Gästehaus für Volontärinnen, das drei Schwestern derzeit bewohnen, eine Mehrzweckhalle. Weiters gibt es ein Schulgebäude für die Grundschule, einen Kindergarten und ein Internat. Die Gebäude sind erst in den letzten zwei Jahren entstanden und sind fertig gestellt.
Im Bau befindet sich ein Wohngebäude mit 8 Schlafzimmern und einem Speiseraum für die Schwestern; einer Bibliothek, einem Informatikraum, einer Küche. Das Erdgeschoß wurde mit Eigenmitteln errichtet, Elektrizitäts- und Wasserinstallationen durchgeführt. Für die Fertigstellung des Wohngebäudes bitten die Don Bosco Schwestern um finanzielle Hilfe. Wenn das Schwesternhaus fertig gebaut ist, wird das Gästehäuschen frei und somit auch die zwei derzeit besetzten Schlafsäle für die Internatsmädchen benutzbar. Ein großer Gemüsegarten, Fertigung und Verkauf von lokalen Produkten, die Vermietung von Sälen etc. tragen zum Erhalt der Einrichtungen bei.