
Ashaiman ist der größte Slum Ghanas, in unmittelbarer Nähe zur Hafenstadt Tema gelegen. 50 % der Einwohner sind jünger als 18 Jahre. Die Arbeitslosigkeit beträgt über 30 %. Besonders betroffen sind Jugendliche. Das Durchschnittseinkommen beläuft sich auf etwa 50,00 EUR pro Monat.
Der Weg zurück ins Leben
Die Salesianer Don Boscos haben in Ashaiman ein Berufsbildungszentrum aufgebaut, welches den Jugendlichen nicht nur Bildung bieten soll, sondern auch eine Alternative zu einem Leben auf der Straße aufweisen will. Dieser Weg ist für Straßenkinder jedoch nicht einfach. Sobald sie sich jedoch entschließen an dem Programm der Salesianer teilzunehmen, beginnt für sie ein Programm der Rehabilitation und Zurückführung in die Gesellschaft.
Das vier- Stufen Programm
Der erste und schwierigste Schritt ist, Vertrauen zu gewinnen! Die Straßenkinder sind scheu- ihre einzigen Bezugspersonen sind meist ihre Freunde in der Bande. Fußball ist eine wichtige gemeinsame Aktivität und immer ein Anziehungspunkt. Die Jungen trainieren sooft sie können – jedoch mangelt es oft an Kraft und Durchhaltevermögen. Darum widmet sich die zweite Stufe der Straßenkinderarbeit der Salesianer vor allem der Verbesserung der Gesundheit. Hierbei kooperieren Pater Michael und sein Team mit einem befreundeten Arzt, Dr. Darbem - er untersucht alle, die einen Straßenkinderausweis des Projektes vorzeigen und verteilt kostenlos die nötigen Medikamente
Unstillbarer Wissensdurst!
Die dritte Stufe: Die meisten der Jungen haben die Schule nur unregelmäßig oder gar nicht besucht. Aber sie sind lernbegierig, weil sie wissen, dass sie ohne Schulbildung keine Chance haben. Das Programm der Salesianer bietet – mit der Hilfe einer Gruppe von Volontären – Förderunterricht und Hausaufgabenhilfe an.
Auf das Leben in Ashaiman vorbereiten
In der vierten Stufe des Straßenkinderprogramms werden kleine Fertigkeiten vermittelt: Herstellen von Betten und Stühlen, Töpfern, Schnitzen, Portraitieren - Fähigkeiten, die einen sichereren Verdienst ermöglichen und das Geldverdienen so einfach machen, dass mehr Zeit zum Lernen bleibt. Weiters werden berufliche Kurse in den Bereichen Schreinerei, Schweißen und Elektrik, aber auch Sekretariat und Computerangeboten. Denn diese Berufsmöglichkeiten sind auf den Bedarf des Hafen- und Handelsgebietes Ashaiman abgestimmt.
Sorgen um die Finanzierung…
Die Jugendlichen, die hier eine angepasste Kurzausbildung beginnen sollen, können zu ihrer Ausbildung nichts beitragen. Werkzeuge, einfache Maschinen, didaktisches Material, Arbeitsmaterial und auch die Ausbildergehälter müssen von den Salesianern finanziert werden. Unsere erste Sorge ist die Ausstattung von Werkstätten und Theorieräumen und die Beschaffung von Rohstoffen und Arbeitsmaterial.
Bitte unterstützen auch Sie dieses Projekt, damit die Straßenkinder Ashaimans eine Chance auf ein zukunftsreiches leben haben!